Die CDU-Stadtratsfraktion Saarbrücken befürchtet Nachteile für Barrierefreiheit, Fördermittel und den weiteren Saarbahn-Ausbau, falls die Generalsanierung der Strecke Ludwigshafen–Forbach verschoben wird. Eine verbindliche Entscheidung der Deutschen Bahn liegt in der vorliegenden Stellungnahme nicht vor.
Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion, Dr. Georg Nienaber-Malter, reagiert besorgt auf Signale der Deutschen Bahn, wonach die Zahl geplanter Generalsanierungen sinken könnte. Die Strecke zwischen Ludwigshafen und Forbach soll nach bisheriger Planung 2028 und 2029 saniert werden.
Nienaber-Malter sieht vor allem die geplante Modernisierung von Bahnhöfen gefährdet. Das Land wolle die ohnehin nötigen Sperrzeiten nutzen, um Stationen barrierefrei umzubauen. Verschöben sich die Arbeiten und könnten dadurch Förderfristen nicht eingehalten werden, drohten nach Einschätzung des CDU-Politikers der Verlust von Fördermitteln und zusätzliche Kosten für Land und Kommunen.
Auch den weiteren Ausbau der Saarbahn bringt die CDU-Fraktion mit der Entwicklung bei der überregionalen Schieneninfrastruktur in Verbindung. Nienaber-Malter fordert, dass Verzögerungen bei der Bahn nicht auf bereits geplante Saarbahn-Projekte durchschlagen. „Wir reden hier über die Zukunft der Mobilität in unserer Stadt und der gesamten Region“, erklärt er in der Pressemitteilung der Fraktion.
Die Fraktion appelliert an das saarländische Verkehrsministerium und das Bundesverkehrsministerium, gegenüber der Deutschen Bahn auf Planungssicherheit zu drängen. Sie erwartet eine schnelle und verbindliche Aussage dazu, ob die Generalsanierung tatsächlich wie vorgesehen 2028 und 2029 stattfindet. Eine Bestätigung der Deutschen Bahn zur möglichen Verschiebung nennt die Stellungnahme nicht.

