StartFCSFDP Saar fordert mehr Augenmaß bei Debatte über Fußballfans und Polizeikosten

FDP Saar fordert mehr Augenmaß bei Debatte über Fußballfans und Polizeikosten

WERBUNG

https://www.unionstiftung.de/aktuelles/social-media-summer-school-2026/
https://www.unionstiftung.de/aktuelles/social-media-summer-school-2026/
https://www.unionstiftung.de/aktuelles/social-media-summer-school-2026/
  • FDP Saar kritisiert pauschale Bewertungen von Fußballfans
  • Partei warnt vor einseitiger Diskussion über Sicherheitskosten im Profifußball
  • Liberale verweisen auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung des Fußballs im Saarland

Die FDP Saar hat eine sachlichere Diskussion über Sicherheit bei Fußballspielen und die Beteiligung von Vereinen an Polizeikosten gefordert. In einer Mitteilung wandte sich die Partei gegen eine aus ihrer Sicht zunehmende Reduzierung des Profifußballs auf Sicherheitsfragen und Kostenaspekte.

Hintergrund der Stellungnahme sind aktuelle politische Debatten im Saarland. Dabei verweist die FDP unter anderem auf Äußerungen des AfD-Politikers Michel Dörr zu Fans des sowie auf Forderungen des Parlamentarischen Geschäftsführers der CDU-Landtagsfraktion, Raphael Schäfer, Veranstalter stärker an Polizeikosten zu beteiligen.

Die stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Saar, Gudrun Bierbrauer-Haupenthal, widersprach ausdrücklich der Darstellung, man müsse vor Fans bestimmter Vereine Angst haben. Solche Aussagen würden ganze Fanszenen unter Generalverdacht stellen.

Zugleich betonte die FDP, dass Polizeieinsätze bei Großveranstaltungen grundsätzlich notwendig sein könnten. Allerdings dürfe daraus kein pauschales Urteil über Fußballfans insgesamt abgeleitet werden. Die große Mehrheit der Zuschauer besuche Spiele friedlich und engagiere sich darüber hinaus vielfach in Fanprojekten und sozialen Aktionen.

Kritisch äußerte sich die Partei zudem zur Debatte über eine stärkere Beteiligung der Vereine an Polizeikosten. Nach Auffassung der FDP profitierten von Spieltagen nicht nur die Vereine selbst, sondern auch Gastronomie, Hotellerie, Einzelhandel, Verkehrsbetriebe und weitere Dienstleister. Fußballspiele hätten daher auch eine wirtschaftliche Bedeutung für die jeweilige Region.

Darüber hinaus stellte die FDP infrage, ob Vereine allein als „Veranstalter“ betrachtet werden könnten. Ligaspiele seien Teil eines festen Wettbewerbs- und Lizenzsystems und würden nicht frei von den Vereinen festgelegt.

Mit Blick auf Sicherheitskonzepte verwies Bierbrauer-Haupenthal zudem auf das Spiel zwischen dem 1. FC Saarbrücken und FC Hansa Rostock. Dabei habe aus ihrer Sicht der Eindruck eines sehr umfangreichen Polizeiaufgebots bestanden. Sicherheit habe zwar Vorrang, dennoch müsse die Verhältnismäßigkeit von Einsätzen diskutiert werden können.

Die FDP Saar sprach sich abschließend dafür aus, Fußballfans nicht gegeneinander auszuspielen und Vereine nicht ausschließlich als Kostenfaktor zu betrachten. Fußball sei im Saarland ein wichtiger gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Faktor.

- Werbung -
https://saarland-macht-urlaub.de/
https://saarland-macht-urlaub.de/
https://saarland-macht-urlaub.de/
- Werbung -

Lesen Sie mehr über den FCS: