- Frauen Union Saar verweist auf das Prinzip „Nur Ja heißt Ja“
- Organisation sieht stärkeren Fokus auf sexuelle Selbstbestimmung in Europa
- Forderung nach mehr Aufklärung und Prävention bekräftigt
Die Frauen Union Saar hat sich zum Europatag positiv zu aktuellen Entwicklungen auf europäischer Ebene zur stärkeren Verankerung des sogenannten Konsens-Prinzips im Sexualstrafrecht geäußert. Nach Ansicht der Organisation stelle der Ansatz „Nur Ja heißt Ja“ einen wichtigen Schritt für den Schutz sexueller Selbstbestimmung dar.
Die Frauen Union verweist dabei auf einen eigenen Leitantrag aus dem Jahr 2025, in dem sie eine stärkere gesellschaftliche und institutionelle Verankerung des Konsensprinzips gefordert hatte. Dazu gehörten unter anderem mehr Aufklärung in Schulen, Sensibilisierung im Gesundheitswesen sowie eine intensivere gesellschaftliche Debatte über Grenzen und Einverständnis.
Die Landesvorsitzende der Frauen Union Saar, Anja Wagner-Scheid, sieht in den aktuellen europäischen Entwicklungen eine Bestätigung dieser Forderungen. Das Prinzip „Nur Ja heißt Ja“ stehe für die Auffassung, dass sexuelle Handlungen nur bei eindeutigem und freiwilligem Einverständnis aller Beteiligten legitim seien.
Nach Darstellung der Frauen Union gehe Gewaltprävention über strafrechtliche Aspekte hinaus und müsse bereits bei gesellschaftlicher Aufklärung und gegenseitigem Respekt ansetzen. Ziel sei es, den Schutz von Frauen nachhaltig zu stärken und das Bewusstsein für Selbstbestimmung und persönliche Grenzen weiter zu fördern.
Konkrete gesetzgeberische Schritte auf europäischer Ebene wurden in der Mitteilung nicht näher erläutert.


