Das geplante KI-Sicherheitsinstitut kommt nicht nach Saarbrücken, sondern nach Berlin. Die saarländische Bundestagsabgeordnete Jeanne Dillschneider bedauert die Entscheidung und sieht die Landesregierung in der Verantwortung.
Saarbrücken war nach Darstellung von Jeanne Dillschneider neben München und Berlin als möglicher Standort im Rennen. Die Grünen-Abgeordnete hatte sich für die Ansiedlung im Saarland eingesetzt und verweist auf Forschungseinrichtungen sowie die Nähe zu Frankreich.
Dillschneider sieht im Saarland Kompetenzen in künstlicher Intelligenz und Cybersicherheit, die durch das Institut hätten gestärkt werden können. Gerade angesichts zunehmender Cyberbedrohungen brauche es Standorte, an denen Forschung, Innovation und Sicherheitswissen zusammenkämen.
Kritik richtet die Bundestagsabgeordnete an die saarländische Landesregierung. Sie habe über längere Zeit keinen ausreichenden Einsatz für den Standort wahrgenommen. Auch das Angebot, die Miete für zwei Jahre zu übernehmen, sei angesichts der Konkurrenz aus Berlin und München möglicherweise nicht genug gewesen.
Zugleich gratulierte Dillschneider Berlin zur Entscheidung. Die Nähe zu dem künftigen Institut könne auch den Austausch mit Fachleuten in der Hauptstadt erleichtern. Ihre Aussagen gehen aus einer Mitteilung ihres Bundestagsbüros hervor.
Die Abgeordnete begrüßte, dass die Standortfrage zügig entschieden wurde. Entwicklungen bei KI-Systemen und Cyberangriffen machten aus ihrer Sicht einen schnellen Aufbau von Sicherheitskompetenz erforderlich.

