Zum 1. August sollen die Kita-Gebühren im Saarland erneut sinken. Bei einem Besuch der Kinderkrippe „Villa Winzig“ in Neunkirchen bekräftigte Ministerpräsidentin Anke Rehlinger das Ziel einer vollständigen Beitragsfreiheit ab Januar 2027.
Die „Villa Winzig“ zählt zu den frühen Einrichtungen der U3-Betreuung im Landkreis Neunkirchen: Sie entstand 1990 aus einer Elterninitiative und eröffnete 1992 als erste Kinderkrippe im Kreis. Rehlinger besuchte die Kita am Freitag gemeinsam mit Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot im Rahmen ihrer Sommertour.
Die Einrichtung arbeitet mit erweiterten Öffnungszeiten, wenigen Schließtagen und einer aktiven Beteiligung der Eltern. Streichert-Clivot würdigte bei dem Rundgang das pädagogische Konzept. Kinder erlernten dort spielerisch und altersgerecht Fähigkeiten, die für den Übergang in die Schule wichtig seien, erklärte die Ministerin.
Rehlinger verwies auf die angekündigte weitere Absenkung der Elternbeiträge zum 1. August. Ab 1. Januar 2027 sollen für die Betreuung in saarländischen Kitas keine Gebühren mehr anfallen. Die Regierungschefin nannte dies angesichts steigender Lebenshaltungskosten eine spürbare Entlastung für Familien. Zugleich kündigte sie weitere Plätze, zusätzliches Geld über den sogenannten Kita-Turbo, Maßnahmen zur Personalgewinnung und weniger mögliche Schließtage an.
Der Kita-Termin war eine von mehreren Stationen am zweiten Tag der Sommertour. Nach einem Besuch im Saarpark-Center Neunkirchen informierte sich Rehlinger in Saarbrücken bei der Fachberatungsstelle „Nele“, die Mädchen und junge Frauen nach sexualisierter Gewalt berät und Betroffene auch bei Strafverfahren begleitet.
Am Nachmittag besuchte die Ministerpräsidentin das NatureLAB auf dem Wendelinushof in St. Wendel. Der 2021 gegründete gemeinnützige Verein vermittelt Kindern und Jugendlichen Kenntnisse über heimische Tier- und Pflanzenarten. Den Tag beendete Rehlinger mit einem Besuch der Jägersfreuder Kirmes.


