Homburg/Brandenburg. Der Homburger Bundestagsabgeordnete der Linken, Dr. Michael Arndt, hat den Brandanschlag auf den Brandenburger Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner und dessen Familie scharf verurteilt. „Ich verurteile den Brandanschlag auf den Brandenburger Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner und seine Familie zutiefst. Antisemitismus, egal aus welcher Ecke er kommt, darf nie wieder hoffähig in Deutschland werden“, erklärte Arndt.
In einer weiteren Stellungnahme ging der Abgeordnete auf die aktuelle Bedrohungslage für Jüdinnen und Juden in Deutschland ein. „Jeden Tag müssen Jüdinnen und Juden damit rechnen, allein wegen ihres Jüdischseins angegriffen zu werden. Jüdische Kitas und Schulen müssen mit schwer bewaffneten Sicherheitskräften bewacht werden“, sagte Arndt. Antisemitismus lasse sich nicht von selbst bekämpfen, vielmehr sei hier die Bundesregierung gefordert. „Statt, wie die CSU es will, Demokratieprojekte weiter zusammenzukürzen, braucht es dringend einer Erhöhung und Verstetigung der Mittel“, so Arndt weiter.
Zugleich betonte er die Bedeutung von Zivilcourage. „Zivilcourage gegen Antisemitismus muss nicht nur unterstützt, sondern auch verteidigt werden: Wenn Menschen, die sich gegen Judenhass engagieren, angegriffen werden – ob am Wochenende in Brandenburg oder am 17. Januar in Leipzig – müssen alle Demokratinnen und Demokraten dem entgegentreten“, erklärte der Bundestagsabgeordnete.
Arndt verwies zudem auf einen Parteitagsbeschluss der Linken. „Die Linke hat in ihrem Parteitagsbeschluss in Halle beschlossen, gemeinsam und entschieden gegen jede Form des Antisemitismus und Rassismus einzustehen, unabhängig davon, von welcher politischen und weltanschaulichen Richtung er ausgeht“, sagte er. Gerade bei Angriffen auf Parteimitglieder sei innerparteiliche Solidarität notwendig. „Gerade wenn Antisemitinnen und Antisemiten Linke angreifen, wie Andreas Büttner in Brandenburg oder Jule Nagel in Leipzig, muss die ganze Partei ihnen den Rücken stärken“, so Arndt. Abschließend erklärte er: „Die Linke Saarland tut dies und wird auch in Leipzig vertreten sein, wenn es darum geht, antifaschistische Räume gegen Antisemiten zu verteidigen.“
Hintergrund der Aussagen ist eine für den 17. Januar 2026 angekündigte Demonstration. Nach Angaben der Linken rufen verschiedene antisemitische Gruppen zu Protesten gegen das linke Kulturzentrum Conne Island sowie gegen das Bürgerbüro LinXnet der Leipziger Linken-Politikerin Jule Nagel auf.
Quelle: Die Linke / Pressemitteilung


