Die Saar-Grünen haben dem Tierheim Saarbrücken eine Spende in Höhe von 500 Euro übergeben und zugleich eine dauerhaft gesicherte Finanzierung der Einrichtung gefordert. Nach Angaben der Partei wurde der Betrag auf dem vergangenen Landesparteitag gesammelt.
Hintergrund der Aktion ist die weiterhin angespannte finanzielle Situation des Tierheims. Anfang des Jahres hatte die Einrichtung einen Aufnahmestopp für Fundtiere verhängt. Als Gründe werden gestiegene Kosten für Futter, tierärztliche Versorgung und Energie genannt. Gleichzeitig kritisieren die Grünen eine aus ihrer Sicht unzureichende und unsichere öffentliche Finanzierung.
Der Landesvorsitzende der Saar-Grünen, Volker Morbe, erklärte, das Tierheim stehe finanziell unter erheblichem Druck, erfülle aber zugleich eine zentrale Aufgabe im kommunalen Tierschutz. Die Städte und Gemeinden im Regionalverband Saarbrücken müssten deshalb kurzfristig für eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung sorgen.
Nach Angaben der Partei werde in anderen saarländischen Landkreisen bereits seit mehreren Jahren ein höherer Pro-Kopf-Betrag für Tierheime bereitgestellt. Im Regionalverband Saarbrücken liege die Unterstützung deutlich darunter.
Morbe verwies zudem darauf, dass die Unterbringung von Fundtieren eine kommunale Pflichtaufgabe sei. Seit dem Aufnahmestopp müssten Tiere teils provisorisch in kommunalen Einrichtungen oder externen Unterkünften untergebracht werden. Solche Zwischenlösungen seien organisatorisch aufwendig, kostenintensiv und kein dauerhafter Ersatz für ein leistungsfähiges Tierheim.
Kritik übten die Grünen auch daran, dass nach mehreren Monaten noch keine langfristige Lösung gefunden worden sei. Neben kurzfristigen Maßnahmen zur Stabilisierung brauche es strukturelle Verbesserungen im Tierschutz sowie verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen für die Einrichtung.


