- Partei spricht sich gegen vollständige Abschaffung der Hundesteuer aus
- Teil der Einnahmen soll künftig gezielt dem Tierschutz zugutekommen
- Grünen fordern sozial ausgewogene Entlastungen für bestimmte Gruppen
Die Saar-Grünen haben sich gegen die Forderung des Bundes der Steuerzahler Saarland ausgesprochen, die Hundesteuer vollständig abzuschaffen. Stattdessen plädiert die Partei für eine Weiterentwicklung der Abgabe und eine stärkere Verwendung der Einnahmen für den Tierschutz.
Nach Ansicht der Grünen tragen Städte und Gemeinden bereits heute erhebliche Kosten im Zusammenhang mit Hundehaltung und Tierschutz. Dazu zählten unter anderem die Reinigung öffentlicher Flächen, die Entsorgung von Hundekot sowie die Unterstützung von Tierheimen und kommunalen Tierschutzmaßnahmen.
Der Landesvorsitzende der Grünen im Saarland, Volker Morbe, erklärte, die Hundesteuer sei Teil der kommunalen Selbstverwaltung und keine „Strafsteuer auf Tierliebe“. Aus Sicht der Partei brauche es daher keine Abschaffung, sondern eine Reform mit sozial ausgewogenen Lösungen.
Die Grünen sprechen sich unter anderem für mögliche Ermäßigungen oder Befreiungen für Menschen mit geringem Einkommen, Rentnerinnen und Rentner sowie für Halter von Such- und Rettungshunden aus.
Zugleich sehen die Saar-Grünen Handlungsbedarf bei der Verwendung der Steuereinnahmen. Nach Angaben der Partei stünden viele Tierheime und Wildtierauffangstationen finanziell unter Druck. Auch kommunale Projekte wie Taubenhäuser seien häufig gefährdet.
Ein Teil der Hundesteuer könnte nach Vorstellungen der Grünen künftig verbindlich in den Tierschutz fließen – etwa zur Unterstützung von Tierheimen, Wildtierhilfen oder kommunalen Tierschutzprojekten.
Die Partei betont zudem, dass die Hundesteuer weiterhin eine wichtige Einnahmequelle für Städte und Gemeinden darstelle und eine vollständige Abschaffung weder den Kommunen noch dem Tierschutz zugutekommen würde.

