Die CDU-Stadtratsfraktion Saarbrücken spricht sich für den Abriss des sogenannten „schmalen Handtuchs“ am Pingusson-Ensemble aus. Der schützenswerte „Bootschaftstrakt“ und die Eingangshalle sollen erhalten bleiben.
Die Fraktion bewertet den Vorschlag von Stephan Toscani als möglichen Ausweg zwischen Denkmalschutz und den hohen Kosten für eine Sanierung. Andreas Neumüller, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und baupolitischer Sprecher, bezeichnete den Teilabriss als pragmatische Lösung.
Über den weiteren Umgang mit der Landesimmobilie muss das Land entscheiden. Nach Darstellung der CDU würde eine Sanierung des Bürotrakts rund 80 Millionen Euro kosten. Wegen des ungünstigen Gebäudeschnitts habe der Trakt zudem nie zeitgemäße Arbeitsbedingungen ermöglicht. Die Fraktion hält es deshalb für schwer vermittelbar, diese Summe aus Sicht von Bürgern und Steuerzahlern aufzubringen.
Gleichzeitig fordert die CDU, dass das Land bei der Stadtentwicklung wieder verlässlich handelt. Die Immobilie im Herzen Saarbrückens steht nach Angaben der Fraktion seit 2014 leer und verfällt. Stattdessen müsse das Ensemble zu einem prägenden Ort werden. Auch neue öffentliche Grünflächen und Plätze in Alt-Saarbrücken könnten nach Auffassung der CDU zur Stadtentwicklung beitragen.
Die Stellungnahme ist ein politischer Vorschlag, aber noch keine beschlossene Maßnahme. Eine Entscheidung über Abriss, Erhalt oder Sanierung der Landesimmobilie steht weiterhin aus.

