StartFeatureSPD-Fraktion bringt Präventionsantrag für Kinder und Jugendliche ein

SPD-Fraktion bringt Präventionsantrag für Kinder und Jugendliche ein

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Die SPD-Landtagsfraktion hat für die Plenarsitzung am 27. August den Antrag „Gemeinsam stark durch Prävention – für verlässliche Strukturen und Zusammenhalt für Kinder und Jugendliche“ eingebracht. Ziel ist es, bestehende Präventions- und Schutzmaßnahmen im Saarland weiter auszubauen und dauerhaft abzusichern.

„Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche besser zu schützen, ihre Lebenswelten zu sichern und sie vor allen Formen von Gewalt, Cybermobbing und Extremismus zu bewahren. Gewalt ist kein Randthema, sondern betrifft das gesamte Umfeld von Kindern und Jugendlichen. Prävention gelingt nur, wenn Schule, Familie und Gesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen“, erklärte Martina Holzner, parlamentarische Geschäftsführerin und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion.

Bereits in den vergangenen Jahren wurden wichtige Grundlagen geschaffen: multiprofessionelle Teams an Schulen, eine gestärkte Schulsozialarbeit und das erste saarländische Kinderschutzkonzept. Mit der Auflösung des Landesinstituts für Präventives Handeln sollten Doppelstrukturen vermieden werden. Die Aufgaben wurden den drei zuständigen Ministerien für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit, für Bildung und Kultur sowie für Inneres, Bauen und Sport übertragen. Zudem wurde mit dem Landespräventionsrat Saar eine Struktur geschaffen, die auch zivilgesellschaftliche Akteure einbindet. Noch in diesem Schuljahr richtet das Bildungsministerium eine unabhängige Ansprech- und Beschwerdestelle „Kinder- und Jugendschutz in Schulen“ ein, die mit Schulaufsicht, Jugendhilfe und Polizei vernetzt ist.

„Wichtig ist uns, dass die Zusammenarbeit aller relevanten Akteure – von Polizei, Jugendhilfe und Wissenschaft bis hin zu Eltern und Schulen – konsequent weiterentwickelt wird. Mit unserem Antrag gehen wir nun den nächsten Schritt und stellen diese Arbeit auf ein dauerhaft stabiles Fundament“, so Holzner weiter. Prävention wirke dann am besten, wenn sie verlässlich organisiert und breit getragen werde.

Der Antrag umfasst unter anderem den Ausbau multiprofessioneller Strukturen, die Stärkung von Jugendförderung, Frühen Hilfen und Familienarbeit, die Verankerung des Themas „Prävention und Intervention“ im jährlichen Austausch der Schulgemeinschaft sowie spezielle Angebote gegen digitale Risiken wie Cybermobbing und Extremismus.

„Wer Prävention auf einzelne Bereiche reduziert, greift zu kurz. Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche in all ihren Lebensbereichen zu stärken und ihnen verlässliche Strukturen an die Seite zu stellen. Das Saarland zählt bereits heute zu den Vorreitern bei Prävention und Intervention. Wir wollen weiter konsequent und umfassend handeln, damit alle Kinder und Jugendliche in ihrem Umfeld gestärkt werden und Perspektiven für ein gutes Aufwachsen erhalten“, erklärte Holzner abschließend.

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