StartPolitikSPD-Landtagsfraktion fordert bessere Rahmenbedingungen für die Gießereiindustrie

SPD-Landtagsfraktion fordert bessere Rahmenbedingungen für die Gießereiindustrie

WERBUNG

https://www.unionstiftung.de/aktuelles/social-media-summer-school-2026/
https://www.unionstiftung.de/aktuelles/social-media-summer-school-2026/
https://www.unionstiftung.de/aktuelles/social-media-summer-school-2026/

Anlässlich des Nationalen Gießereidialogs am 10. Juli spricht sich die SPD-Landtagsfraktion für eine stärkere Unterstützung der Gießereiindustrie aus. Nach Angaben der Fraktion stehen viele Unternehmen der Branche aufgrund hoher Energiepreise, steigender Kosten und eines zunehmenden internationalen Wettbewerbsdrucks vor erheblichen Herausforderungen.

Der industrie- und wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Timo Ahr, verweist auf Gespräche mit der NEMAK GmbH und dem Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie. Dabei sei deutlich geworden, unter welchem wirtschaftlichen Druck zahlreiche Betriebe derzeit stünden. Kritisch bewertet werde insbesondere, dass große Teile der Gießereiindustrie bislang nicht ausreichend von europäischen Beihilferegelungen erfasst seien und deshalb nur eingeschränkt von Instrumenten wie der Strompreiskompensation des Bundes profitieren könnten.

Nach Angaben der SPD-Landtagsfraktion arbeiten im Saarland rund 2.000 Menschen in der Gießereiindustrie. Bundesweit beschäftigt die Branche demnach etwa 65.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in rund 500 Unternehmen. Gleichzeitig habe sich die wirtschaftliche Lage in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Unter Berufung auf den Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie verweist die Fraktion darauf, dass seit 2018 rund 35 Prozent der Produktion sowie etwa ein Viertel der Arbeitsplätze verloren gegangen seien. Im Saarland hätten unter anderem die Entwicklungen bei Halberg Guss, PHB Stahlguss, Saint-Gobain PAM, Werle und zuletzt VOIT die schwierige Situation der Branche verdeutlicht.

Vor diesem Hintergrund begrüßt die SPD-Landtagsfraktion, dass sich auch die saarländische Landesregierung am Nationalen Gießereidialog und an der Erarbeitung eines gemeinsamen Positionspapiers von Ländern, Sozialpartnern und Industrie beteiligt. Ziel müsse es sein, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken, Energiekosten zu senken, bürokratische Belastungen abzubauen und faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen.

Darüber hinaus fordert die Fraktion unter anderem eine Ausweitung der sogenannten KUEBLL-Liste, um die besonderen Belastungen energieintensiver Industrien stärker zu berücksichtigen. Bund und Europäische Union seien hier gleichermaßen gefordert. Die Gießereiindustrie bilde die Grundlage zahlreicher industrieller Wertschöpfungsketten – von der Automobilindustrie über den Maschinenbau bis hin zur Energie- und Verteidigungsindustrie – und sei deshalb aus Sicht der SPD ein wichtiger Baustein für den Erhalt industrieller Arbeitsplätze.

- Werbung -
https://saarland-macht-urlaub.de/
https://saarland-macht-urlaub.de/
https://saarland-macht-urlaub.de/
- Werbung -

Kommende Veranstaltungen