Nach dem Drittliga-Spiel zwischen dem und dem FC Energie Cottbus sowie einer parallel stattfindenden Versammlung mit Aufzug hat die Polizei Saarland eine Einsatzbilanz gezogen. Am Samstag, 17. Januar 2026, waren die Einsatzkräfte in Saarbrücken aufgrund beider Lagen zeitgleich gefordert und erhielten Unterstützung aus anderen Bundesländern.
Im Ludwigsparkstadion verfolgten über 12.000 Zuschauer die Partie der 3. Liga. Nach Angaben der Polizei verlief die Anreise zum Stadion ohne größere Störungen. Auch die polizeiliche Begleitung eines Teils der Gästefans vom Bahnhof zum Stadion blieb ohne besondere Vorkommnisse. Zu Beginn der Begegnung zündeten Fans im Heimbereich pyrotechnische Gegenstände; darüber hinaus verzeichnete die Polizei während des Spiels keine weiteren relevanten Feststellungen.
Nach Spielende kam es bei der Abreise wiederholt zu Provokationen zwischen den Fanlagern. In der Folge wurden Identitätsfeststellungen durchgeführt und Platzverweise erteilt. Im Zusammenhang mit körperlichen Auseinandersetzungen leitete die Polizei mehrere Strafverfahren ein, unter anderem wegen Raubes von Fanutensilien, Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Dabei wurden zwei Polizeibeamte verletzt. Die Ermittlungen dauern an. Die Sperrmaßnahmen an der Camphauser Straße wurden nach Abreise der Fans gegen 17:00 Uhr aufgehoben.
Parallel dazu fand eine vom Kurdisches Gesellschaftszentrum angemeldete Versammlung unter dem Motto „Angriffe der neuen Machthaber in Syrien und ihrer dschihadistischen Banden auf die kurdische Selbstverwaltung in Nordsyrien, Rojava“ statt. An dem Aufzug durch die Saarbrücker Innenstadt nahmen nach Polizeiangaben in der Spitze bis zu 800 Personen teil. Sowohl der Aufzug als auch die Auftakt- und Abschlusskundgebung verliefen friedlich; zeitweise kam es zu verkehrlichen Sperrungen im Innenstadtbereich.
Der saarländische Innenminister Reinhold Jost dankte den eingesetzten Kräften und erklärte: „Ich bedanke mich recht herzlich bei den Kolleginnen und Kollegen der Saarländischen Polizei sowie den Unterstützungskräften aus den anderen Bundesländern für Ihren engagierten und motivierten Einsatz.“

