StartRandnotizDie Hitzetoten gehen in aller Stille: Rekordzahl 2026 bleibt fast ohne Reaktion

Die Hitzetoten gehen in aller Stille: Rekordzahl 2026 bleibt fast ohne Reaktion

WERBUNG

https://www.unionstiftung.de/aktuelles/social-media-summer-school-2026/
https://www.unionstiftung.de/aktuelles/social-media-summer-school-2026/
https://www.unionstiftung.de/aktuelles/social-media-summer-school-2026/

Das Jahr 2026 weist bereits bis zur 28. Kalenderwoche in Deutschland eine Rekordzahl an Hitzetoten auf. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts und des Robert-Koch-Instituts (RKI) betrug die mit Hitzewellen korrelierende Übersterblichkeit bis 12. Juli 2026 (KW 28) ca. 7.900 Personen. Das ist seit 2018 die höchste Zahl hitzebedingter Sterbefälle. Es ist zu erwarten, dass bis zum Ende des Sommers ein neuer Rekord an Hitzetoten in Deutschland zu verzeichnen sein wird.

Wie das RKI weiter ausweist, gehören 2.110 der Betroffenen zur Altersgruppe ab 75 und sind 4.630 der Verstorbenen über 85 Jahre alt. Vielleicht erklärt das die unheimliche Stille im Land zu dem neuen Rekord an Hitzetoten?

Gibt es eine bereits während der Corona-Pandemie eingeübte Empathielosigkeit gegenüber Todesfällen in der älteren Generation? Oder handelt es sich vielleicht auch um eine Nebenwirkung der populistisch geführten Renten- und Gesundheitsdebatten der vergangenen Jahre? So versuchte beispielsweise die „Junge Gruppe“ arrivierter Abgeordneter der C(!)DU, die Generationen gegeneinander auszuspielen. Es wurden etliche Berechnungen angestellt, die zeigen sollten, wie folgende Generationen unter der steigenden Lebenserwartung der „Baby-Boomer“ zu leiden hätten. Nicht erwähnt wurden soziale Unterschiede oder Privilegien von Freiberuflern und Beamten. Es sollte der Eindruck entstehen, Renten seien verlorenes volkswirtschaftliches Kapital für ausbeuterische Alte, als handele es sich nicht um die Eltern und Großeltern der Jüngeren. Dabei hat sich der Anstieg der Lebenserwartung in den letzten Jahren abgeflacht. Die Corona-Pandemie führte sogar zu einer Verringerung durch Übersterblichkeit älterer Menschen. Wird die „Junge Gruppe“ nun Neuberechnungen anstellen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die „demografische Krise“? Wohl kaum!

Stattdessen herrscht großes Schweigen angesichts 7.900 vorzeitig Verstorbener. Eine Zahl, die schwer wiegt. Zum Vergleich: 2025 gab es 2.150 Drogentote, 2.832 Verkehrstote und es gibt jährlich rund 10.000 Suizide.

Quellen: Stark erhöhte Sterbefallzahlen während der Hitzewelle Ende des 2. Quartals 2026 – Statistisches Bundesamt

RKI – Hitze und Gesundheit – Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität

- Werbung -
https://saarland-macht-urlaub.de/
https://saarland-macht-urlaub.de/
https://saarland-macht-urlaub.de/
- Werbung -

Kommende Veranstaltungen