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Mittwoch, September 29, 2021

Rundgang zum Brennenden Berg

Aus den Kreisen

Hartfüßlerwege nannte man die mit Pflastersteinen ausgestatteten Pfade, die sich noch heute in so manchem Wald entdecken lassen. Einst waren das die Arbeitswege der Bergleute, die vom heimischen Bauernhof zur Grube zurückzulegen waren. Wohnten sie in der Nähe gingen sie diese Wege täglich, wohnten sie weiter weg, ging es über diese durch den Saarkohlenwald führenden Pfade zum Schlafhaus. Nur „die Oberen“ konnten und durften es sich leisten, in unmittelbarer Nähe der Grube zu wohnen. Und so gibt es auf dem Weg zum Brennenden Berg neben den Bergarbeiterhäusern in der Sulzbachtalstraße auch eine zur Grube Hirschbach gehörende Direktorenvilla und „Beamtenhäuser“ zu betrachten.

 

Der Brennende Berg ist ein touristisches Ziel, das der Sulzbacher Gästebegleiter Wolfgang Willems am 23. Juli vorstellt. Allerdings: Heute raucht der Brennende Berg lange nicht mehr so wie früher. Dennoch lohnt sich ein Besuch über den knapp drei Kilometer zählenden Industriepfad Industriekultur. Eingebettet in den Saarkohlewald wird Besuchern im Naherholungsgebiet Brennender Berg die Vergangenheit des saarländischen Steinkohlebergbaues erläutert. Alte Kohlegewinnungsorte (Pingen), Bergmannspfade (Hartfüßler-Wege), ein Bergfestplatz (Wambefeschd) und Werkswohnungen vermitteln Eindrücke von der industriellen Entwicklung des Landes und früheren Lebens- und Arbeitswelten.

 

Die zweistündige Führung am 23. Juli (15 Uhr ab Parkplatz Tennisplätze Hirschbach an der Straße am Gegenortschacht) kostet drei Euro.

Fußweg Brennender Berg
Fußweg Brennender Berg

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