Die Landeshauptstadt Saarbrücken hat ihre ukrainische Partnerstadt Kowel erneut mit Hilfsgütern unterstützt. Im Rahmen der Städtepartnerschaft wurde ein Kleinbus mit Rollstuhlrampe bereitgestellt, der aus Bundesmitteln finanziert wurde. Das Fahrzeug traf nach Angaben der Stadt am Freitag, 3. April, in Kowel ein.
Organisiert wurde der Transport durch den Verein Help4Ukraine e.V. Neben dem Fahrzeug wurden weitere Hilfsgüter geliefert, darunter 16 Solarpanels zur Unterstützung der Energieversorgung sowie Schulmaterialien.
Nach Angaben der Stadt soll der Kleinbus vor allem mobilitätseingeschränkten Menschen zugutekommen. In Kowel ist ein Bürgerbus im Einsatz, der Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen im Alltag unterstützt, etwa bei Arztbesuchen oder Besorgungen. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine sei der Bedarf an solchen Angeboten gestiegen.
Oberbürgermeister Uwe Conradt erklärte, die Unterstützung richte sich insbesondere an besonders betroffene Bevölkerungsgruppen. „Die Lage in der Ukraine ist auch im vierten Jahr des russischen Angriffskriegs geprägt von schweren Angriffen auf die zivile Infrastruktur und die Bevölkerung. Wir stehen weiterhin solidarisch an der Seite der Ukraine, unserer Partnerstadt Kowel und der Menschen in der Ukraine. Wir helfen gerade denen, die am schwersten durch den Krieg betroffen sind: Alten und Behinderten sowie denen, die keine ausreichende Stromversorgung haben.“
Das Fahrzeug wurde über die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Rahmen eines Förderprogramms für ukrainische Partnerstädte zur Verfügung gestellt. Insgesamt erhielten 52 deutsche Kommunen entsprechende Hilfsfahrzeuge. Bereits zuvor hatte Saarbrücken unter anderem ausgemusterte Feuerwehrfahrzeuge sowie weitere Geräte nach Kowel geliefert.
Die Städtepartnerschaft zwischen Saarbrücken und Kowel besteht seit 2023. Beide Städte stehen seither in regelmäßigem Austausch, unter anderem über digitale Formate. Auch in den Bereichen Bildung und Kultur gibt es Kooperationen, etwa zwischen Schulen beider Städte. Ziel der Partnerschaft ist es, Hilfeleistungen direkt und unbürokratisch zu ermöglichen.

