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Saarlandtrend Dezember 2025: AfD schließt zu SPD und CDU auf – Rehlinger bleibt beliebteste Politikerin

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Der aktuelle Saarlandtrend von Infratest dimap im Auftrag des Saarländischen Rundfunks (SR) zeigt eine deutliche Verschiebung in der politischen Landschaft des Saarlandes. Während die SPD ihre Position als stärkste Kraft knapp behauptet, verzeichnet die AfD massive Zugewinne und schließt zur Spitze auf.

Die politische Stimmung im Saarland ist im Dezember 2025 von Verlusten für die großen Volksparteien und einem Erstarken der Ränder geprägt. Laut der repräsentativen Umfrage kommt die SPD auf 27 Prozent. Dies bedeutet zwar weiterhin Platz eins, stellt jedoch den schlechtesten Wert seit der Landtagswahl 2022 dar, bei der die Sozialdemokraten noch die absolute Mehrheit von 43,5 Prozent errangen.

Dicht dahinter folgt die CDU mit 25 Prozent, was für die Christdemokraten den tiefsten jemals im Saarlandtrend gemessenen Stand markiert. Als drittstärkste Kraft etabliert sich die AfD mit 23 Prozent. Die Partei konnte im Vergleich zur Erhebung im April 2025 um sechs Prozentpunkte zulegen und verzeichnet damit ihren bisherigen Höchstwert.

Neben dem Führungstrio würden aktuell auch Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke mit jeweils sieben Prozent wieder in den Landtag einziehen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) würde hingegen an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Reaktionen der SPD auf die Umfragewerte

SPD-Generalsekretär Esra Limbacher ordnet die Verluste seiner Partei und die allgemeine Stimmungslage vor dem Hintergrund der aktuellen bundespolitischen und wirtschaftlichen Situation ein. Er erklärt: „Deutschland befindet sich in einer Wirtschaftskrise, die sich insbesondere im Saarland stark auswirkt. Die Verunsicherung und die Sorgen vor der Zukunft lassen sich an dieser Umfrage deutlich ablesen, ebenso wie der aktuelle Unmut über die Bundesregierung.“

Trotz der Einbußen betont Limbacher die relative Stärke seiner Partei im regionalen Vergleich: „Die SPD bleibt trotzdem stärkste Kraft im Saarland. Die Saar-SPD liegt damit ähnlich stark über der Bundespartei wie beim letzten Saarlandtrend.“ Er merkt jedoch kritisch an: „Allerdings hat sich der Bundestrend verschlechtert.“

Den Zuwachs der AfD kommentiert Limbacher deutlich und verweist auf die Verantwortung der anderen Parteien: „Das Umfragehoch der AfD kann niemandem gefallen, weil diese Partei keinerlei Antwort auf die Probleme der Saarländerinnen und Saarländer hat. Es muss Aufgabe der politischen Mitte sein, genau diese Probleme zu lösen, von denen die AfD lebt.“

In Bezug auf die politische Konkurrenz der Union äußert er: „Die CDU profitiert nicht davon, dass sie ständig das Land schlecht redet oder die Landesregierung beschimpft.“

Für die zukünftige Arbeit der Sozialdemokraten leitet Limbacher aus den Zahlen einen klaren Handlungsauftrag ab: „Die Saar-SPD jedenfalls sieht diese Umfrage-Ergebnisse als Auftrag: Wir dürfen nicht nachlassen, für die Zukunft des Saarlandes zu kämpfen. Wir müssen zuhören, was die Menschen bewegt und auch Ängste und Sorgen müssen ihren Raum haben. Wir arbeiten pragmatisch an Lösungen für die Probleme aller Saarländerinnen und Saarländer.“

Hohe Zufriedenheit mit Ministerpräsidentin Rehlinger

Trotz der Verluste ihrer Partei bleibt Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) die mit Abstand beliebteste Spitzenpolitikerin im Saarland. Zwar sank ihre Zustimmung leicht um zwei Punkte, doch sind weiterhin 56 Prozent der Befragten mit ihrer Arbeit zufrieden. Bemerkenswert ist der hohe Zuspruch aus dem Lager des politischen Gegners: 64 Prozent der CDU-Anhänger äußern sich zufrieden über Rehlingers Arbeit.

Bei einer fiktiven Direktwahl des Ministerpräsidenten würde Rehlinger 53 Prozent der Stimmen erhalten. Ihr Herausforderer Stephan Toscani (CDU) käme auf 25 Prozent. Limbacher hebt diesen persönlichen Rückhalt hervor: „Anke Rehlinger ist ausweislich der Direktwahlfrage mit Abstand die einzige, der die Saarländerinnen und Saarländer die Führung des Landes anvertrauen wollen. Wir werden 2027 alles dafür tun, dass das Saarland Chefinnensache bleibt, wie es sich die klare Mehrheit wünscht.“

Die Zufriedenheitswerte der anderen Parteispitzen fallen deutlich geringer aus. Mit der Arbeit von CDU-Chef Stephan Toscani sind 34 Prozent zufrieden. Der AfD-Landesvorsitzende Carsten Becker kann nicht vom Umfragehoch seiner Partei profitieren; nur 11 Prozent der Befragten (und lediglich 13 Prozent der eigenen Anhänger) sind mit seiner Arbeit zufrieden. Auch bei den Landesvorsitzenden von Grünen und Linken überwiegt die Unzufriedenheit.

Methodik der Umfrage

Die Daten basieren auf einer zufallsbasierten Telefon- und Online-Befragung durch Infratest dimap im Zeitraum vom 20. bis 26. November 2025. Befragt wurden 1.150 Wahlberechtigte im Saarland. Die Schwankungsbreite liegt je nach Anteilswert zwischen zwei und drei Prozentpunkten.

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