Die Arbeiten am Durchlassbauwerk „BW 165“ unterhalb des Kreisverkehrs Birkenfelder Straße in Wadern (Landkreis Merzig-Wadern) schreiten planmäßig voran. Am 6. August 2025 konnte die zentrale Etappe der Maßnahme erfolgreich abgeschlossen werden: Eine neue, maßgefertigte Wellstahlröhre wurde millimetergenau in die beschädigte Bestandsröhre eingezogen. Damit ist der Kernschritt der Sanierung bewältigt. Zusätzlich wurde das Bachbett der Wadrill im Bereich des Bauwerks gesichert.
In den kommenden Wochen stehen weitere Abdichtungs- und Verfestigungsmaßnahmen im Hydrozementationsverfahren sowie ergänzende Kanalarbeiten an. Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) geht nach aktuellem Stand davon aus, dass die Bauarbeiten – bei geeigneter Witterung und reibungslosem Ablauf – bis Ende Oktober abgeschlossen werden können. Anschließend soll der Kreisverkehr Birkenfelder Straße wieder vollständig für den Verkehr freigegeben werden.
Hintergrund:
Im März 2023 war es im Bereich der L 366 (Franz-Haas-Straße) zu Fahrbahnsetzungen gekommen. Ursache waren Korrosionsschäden an dem 1977 errichteten Durchlassbauwerk, durch das die Wadrill fließt. Das Bauwerk besteht überwiegend aus einer Wellstahlröhre, die als „Verrohrung“ des Gewässers dient. Schäden an der Röhre in Verbindung mit starken Strömungen hatten zu Ausspülungen und Hohlräumen in der Hinterfüllung geführt. Der Einbruch dieser Hohlräume verursachte schließlich die Setzungen der Fahrbahn.
Um eine jahrelange Vollsperrung und den deutlich aufwendigeren Neubau zu vermeiden, entschied sich der LfS für eine „Rohr-in-Rohr-Sanierung“. Dabei wird in die bestehende Röhre eine neue mit geringerem Querschnitt eingebaut – eine Methode, die eine dauerhafte Instandsetzung ermöglicht. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro.
Die Bauzeit wurde durch wiederholt erhöhte Wasserstände der Wadrill im vergangenen Jahr zusätzlich erschwert, sodass die Arbeiten zeitweise vollständig unterbrochen werden mussten. Wegen der Gefahr weiterer Absenkungen war es zudem erforderlich, den Kreisverkehr zwischenzeitlich komplett zu sperren. Während der gesamten Maßnahme stand der LfS im engen Austausch mit der Stadt Wadern und den betroffenen Gewerbetreibenden. Die Stadt informierte zudem regelmäßig im Amtsblatt über den Stand der Arbeiten.



