StartFCSSchlechte Chancenverwertung vereitelt FCS-Sieg über Tabellenführer Cottbus

Schlechte Chancenverwertung vereitelt FCS-Sieg über Tabellenführer Cottbus

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12.460 Zuschauer sahen ein packendes Match zwischen dem Tabellenführer und dem 15. der Liga, dem FCS. Lange Zeit sah das Spiel allerdings anders herum aus: Die Saarbrücker kontrollierten das Spiel, einzig die miserable Chancenverwertung deutete an, warum die Tabellenpositionen so wohl gegenwärtig in Ordnung gehen. Genauso das 1:1, das den Gegebenheiten der beiden Mannschaften entsprach.

Jürgen Luginger nutzte das neue Angebot, das sich durch die Rückkehr von Patrick Sontheimer und Sebastian Vasiliadis ergeben hatte und beorderte beide in den Kader. „Sonti“ durfte sogar von Beginn an ran, um das riesige Loch, das sich in der Schwartz-Ära immer im zentralen Mittelfeld aufgetan hatte, zu schließen.

Menzel – Rizzuto, Wilhelm, Bormuth, Bretschneider – Zeitz, Sontheimer – Civeja – Pick, Brünker, Elongo-Yombo

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Nach verhaltenem Anfang hatte der FCS in der 4. Spielminute zwei hundertprozentige Chancen. Pick kam mit Tempo über die rechte Seite und spielte den parallel laufenden Civeja an, der nur noch Gäste-Torwart Funk vor sich hatte. Doch er versaubeutelte die Ballannahme, so dass nur noch ein Roller auf den Cottbuser Kasten kam, den die Abwehr der Rot-Weißen dann problemlos in Aus befördern konnte. Den Eckball schoss wiederum Civeja. Sein Ball erreichte den am langen Pfosten wartenden Zeitz, doch auch der bekam das Leder nicht über die Linie gedrückt. Was für ein Start für den FCS!

Die Blau-schwarzen blieben dran und nach 12. Minuten besaß der bis dahin überragende Florian Pick nach sehr schöner Vorlage von Sontheimer die nächste Torchance für den 1. FC Saarbrücken. Er hielt von der Strafraumkante aus drauf, doch Funk parierte hervorragend. Die Möglichkeiten ergaben sich nun im Minutentakt für den FCS, allerdings hatte vor allem Civeja noch nicht sein Zielwasser gefunden. In der 18. Minute sendete Cottbus ein kurzes Lebenszeichen durch einen Kopfball des sträflich freistehenden Rorig, doch der D-Zug lief klar in die andere Richtung. Augenfällig war erneut das hervorragende Zusammenspiel auf der rechten Angriffsseite der Saarländer, worüber Rizzuto und Pick Chance um Chance erarbeiteten. Was fehlte, waren die Tore…

Gegen Mitte der zweiten Halbzeit kamen die Gäste mit einer Reihe an Eckbällen besser ins Spiel. Doch die Entlastung wirkte nur kurzzeitig. Pele Wollitz beobachtete das Treiben mit wachsendem Ungemach. Auch auf der West-Tribüne ereigneten sich unerfreuliche Dinge. Ein Fan wurde vom Deutschen Roten Kreuz nach 35 Minuten mit einer Tragbahre zum Rettungswagen transportiert. Es besteht der Verdacht auf einen Herzinfarkt.

Auf dem Feld blieb indes alles beim Alten. Der FCS griff über rechts an und so erhielt Kai Brünker in der 38. Minute die Chance zur Führung. Aber auch er verzog. Die Abschlussqualität erwies sich gegen den Spitzenreiter als größtes Manko. Das hatten die Cottbuser den Blau-schwarzen klar voraus. In der 43. Minute überfallen die Lausitzer die FC-Abwehr, Cigerci passte ins Zentrum auf Hannemann, der zum 0:1 einschob. Unfassbar! So gingen die Gäste mit einer Führung in die Pause. Unverdient? Nein. Die Qualität, die eigenen Chancen zu nutzen unterscheidet eben Spitzenmannschaften von den anderen.

Torschütze Hannemann eröffnete die zweite Halbzeit mit einer mehr als verdienten gelben Karte. Doch früh war zu erkennen, dass der FCS auch in der zweiten Hälfte weiter Gas geben wollte bzw. musste. In der 53. Minute hätte der Ausgleich fallen müssen. Rizzuto konnte unbedrängt in der Fünfmeterraum der Roten passen, doch Brünker versemmelte. Zwei Minuten später folgte endlich die Erlösung: Der FCS erwischte den Gegner in der Vorwärtsbewegung, Pass auf den überragenden Florian Pick. Der fackelte nicht lange: 1:1! Kurz darauf hatte der blonde Mann aus Wittlich sogar die Führung auf dem Schuh, doch die Cottbuser Abwehr konnte in letzter Sekunde klären.

Es herrschte Ausnahmezustand vor der Auswechselbank der Lausitzer. Pele Wollitz rollte mit Augen und Armen und brachte nun Guwara und Pelivan für Hannemann und Boziaris. Und die Gäste kamen heran. In der 62. Minute musste Menzel in höchster Not retten als seine Vorderleute den Ball nicht klären konnten. Die Cottbuser erzeugen Eckball auf Eckball, wohlwissend, dass der FCS bei Standards regelmäßig in Schwierigkeiten kommt. Luginger reagierte, brachte für die deutlich abfallenden Civeja und Brünker Vasiliadis und Patrick Schmidt. Doch die nächste Chance besaßen die Cottbuser durch Cigerci in der 66. Minute.

Eine Kombination der eingewechselten Vasiliadis und Schmidt brachte in der 75. Minute noch einmal Gefahr für das Tor der Saarbrücker Partnerstadt im Osten, doch die Kräfte schwanden, was Jürgen Luginger mit der Herausnahme von Sontheimer und Elongo-Yombo beantwortete. Für die beiden durften nun Kasim Rabihic und Elijah Krahn aufs Feld. Auf der anderen Seite ging Borgmann für Mustafa vom Feld.

Ein Freistoß in der 84. Minute durch Pick landete in der Mauer und dann im Aus. Die Endphase gestaltete sich hektisch. Der FCS wollte dann doch nur noch den einen Punkt – und bekam ihn.

Nachfolgend sind ausschließlich die Trainerstimmen aus der Pressekonferenz nach der Partie 1. FC Saarbrücken – FC Energie Cottbus (1:1) wortgetreu und thematisch gebündelt wiedergegeben. Grundlage ist das von Ihnen bereitgestellte Transkript .
Redaktionelle Zusätze oder sprachliche Glättungen erfolgen nicht.


Stimmen der Trainer

Claus-Dieter Wollitz (FC Energie Cottbus)

„Ja, für uns ein sehr glücklicher Punkt, Punkt gewinnen, weil wir erstmal ein ganz schwieriges Spiel reingekommen sind.“

„Der Gegner hat das gegen den Ball sehr gut angepasst und diesbezüglich hätten wir es wieder verändern sollen, um vielleicht mehr, sowieso dann, wenn man das eine oder andere überspielt, dann ist es natürlich in der Raute, wenn der Gegner es dann so macht, nicht gut, um bessere zweite Bälle zu bekommen.“

„Wir haben ja viel zu viele einfache Ballverluste gehabt und dann ist es eine absolute Stärke, erstmal das Umschaltspiel zu machen.“

„Ich war schon sehr glücklich, mit der Führung in die Halbzeit zu kommen.“

„Wir verlieren dann in der Phase, sieht man auch beim 1-1, wo überhaupt keiner im Zentrum in der Organisation ist, können dann die Halbfelder dann auch nicht so, wie wir es dann verteidigt haben, im letzten Drittel schließen und dann das 1-1 zurecht bekommen.“

„Danach waren 3, 4, 5 Minuten, wo es dann halt auch 2-1 für Saarbrücken stehen können.“

„Insgesamt spieltechnisch auch nicht so sicher und so überzeugt. Und von daher ein glücklicher Punkt.“

„Ich wünsche Lugi und seine Mannschaft das Beste. Ich bin mir sicher, wenn sie da weitergehen – das ist ja jetzt das fünfte Spiel, wo Jürgen das übernommen hat – auch wenn die Ergebnisse nicht das gegeben haben, was sie eigentlich verdient hatten, bin ich mir sicher, dass das auf dem richtigen Weg ist.“

Zu Personalentscheidungen:

„Die Überlegungen waren, dass Borgmann in meinem Verständnis, wenn man in der Raute spielt, Offensivqualitäten hat, die sehr ordentlich sind und Lukas Michelbrink in den 14 Tagen guten Eindruck hinterlassen hat.“


Jürgen Luginger (1. FC Saarbrücken)

„Die Analyse kann ich nicht mehr viel dazu sagen. Die war sehr gut.“

„Nach dem ersten Notruf, wo wir uns so ein bisschen abgetastet haben, haben wir das ganz gut gemacht.“

„Wir mussten in der ersten Halbzeit einfach konsequente, entschlossene Dinge vom Sechzehner machen. Da hatten wir viele Möglichkeiten, aber nicht den richtigen Powerabschluss.“

„Dann bekommen wir leider kurz vor der Halbzeit das 1-0 gegen uns durch den Konter.“

„In der zweiten Halbzeit, es zeigte auch die Mentalität von der Mannschaft, sie gibt nicht auf und dann noch mal verdient das 1-1 gemacht.“

„In der Drangphase, da müssen wir einfach das 2-1 nachlegen, glaube ich. Dann gehen wir heute als Sieger vom Platz.“

„Am Schluss hat natürlich Cottbus nur eine gute Chance gehabt.“

„So kann ich der Mannschaft nur ein Kompliment machen, was in den 90 Minuten gegen den Tabellenführer abgerufen hat.“

„Natürlich sind wir ein bisschen enttäuscht, weil wir brauchen dringend Punkte. Die drei haben wir heute nicht geschafft, aber wir müssen so weitermachen. Dann werden wir auch die Punkte bekommen.“

Zur Rückkehr einzelner Spieler:

„Wir waren natürlich sehr positiv, dass Sontheimer so lange durchgehalten hat. Er hat lange nicht mehr gespielt und man sieht, wie wichtig er im Team auch ist.“

„Beide tun der Mannschaft gut, aber ich muss natürlich der ganzen Mannschaft auch ein Kompliment machen.“


Fotogalerie von Catharina Kuhn:

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