Freitag, Juli 23, 2021

Schulöffnung: Jein? – Bildungsministerium leidet unter Kontrollverlust

Politik

Saarbrücken, den 25.02.2021 – Die Jungen Liberalen Saar kritisieren die von der Kultusministerin angekündigten flächendeckenden Schulöffnungen am 8. März scharf, da keine Perspektive oder Strategie von Seiten des Kultusministeriums zu erkennen ist. Stattdessen ist es ein saarländischer Alleingang, der schon vor der Bund-Länder-Konferenz und ohne Beschlusslage verkündet wurde. Ob das Ministerium sein Versprechen gegenüber Schülern, Eltern und Lehrern einhalten kann, scheint fraglich.

Dazu der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Saar, Julien Francois Simons:

„Die überraschende Ankündigung, die Schule für alle Klassenstufen an erweiterten Schulen im Saarland wieder zu öffnen, irritiert viele Schüler, Eltern und Lehrer. Statt einen strategischen, perspektivischen Stufenplan auszuarbeiten, der an das Infektionsgeschehen gekoppelt ist, wie ihn die JuLis Saar schon vor zwei Wochen gefordert hatten, macht das Kultusministerium den gleichen Fehler wie im Frühsommer 2020. Eine flächendeckende Schulöffnung im Wechselunterricht ist verantwortungslos, vor allem im Hinblick auf die sich ausbreitenden Mutationen des Virus. Alleine schon der Gedanke, dass Schülerinnen und Schüler in Bussen ohne Abstand zur Schule fahren, bereitet mir große Sorgen.“

Des Weiteren kritisieren die JuLis, dass die Klassen, bei denen der Präsenzunterricht umso wichtiger gewesen wäre, wie zum Beispiel die Fünftklässler oder auch die elften Klassen an Gymnasien und die 12. Klassen an Gemeinschaftsschulen, bei der Wiederöffnung nicht bevorzugt worden sind.

Hierzu Gavan Schütz, Schülersprecher und Mitglied der Jungen Liberalen:

„Die Kultusministerin hatte Gelegenheit die Fehler, die bei der Schulöffnung nach dem Lockdown im Frühjahr 2020 getätigt wurden, zu korrigieren. Hierfür müsste nunmehr eine klare Strategie zu erkennen sein. Dies ist jedoch nicht der Fall. Anstatt wenige Klassenstufen, die dieses Schuljahr stark vom Präsenzunterricht abhängig sind, wie die Vorabiturklassen oder auch die Unterstufenklassen, gezielt zurück in den vollständigen Präsenzunterricht zu führen, setzt man bedauerlicherweise wie so oft auf das Motto: “Ein bisschen was für alle”. Dass man dabei nicht direkt die pandemische Lage miteinbezieht, sondern einfach einen Termin wählt, setzt dem die tragische Krone auf. Deshalb bleibt trotz der Ankündigung der Schulöffnung bei allen Beteiligten des Schulalltags die Sehnsucht nach einem nachvollziehbaren Plan bestehen.

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