Nach dem am Montag eingeleiteten Eigenverwaltungsverfahren des DRK-Krankenhauses Saarlouis äußert sich Florian Schäfer, Vorsitzender des SPD-Stadtverbands Saarlouis, besorgt über die Entwicklung und fordert strukturelle Reformen auf Bundesebene.
„Wichtig ist: Der Betrieb geht weiter und die medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten bleibt gesichert“, betont Schäfer. Zugleich hebt er die zentrale Rolle des DRK-Krankenhauses für die Region hervor. Die Klinik sei nicht nur für Saarlouis, sondern auch überregional ein bedeutender Gesundheitsstandort. „Wir brauchen eine wohnortnahe und hochwertige medizinische Versorgung – gerade in einer alternden Gesellschaft“, so Schäfer. Besonders wichtig sei die spezialisierte Betreuung von Krebspatienten sowie von Schlaganfall-Patientinnen und -Patienten.
Schäfer kritisiert, dass das Krankenhaus in eine schwierige finanzielle Lage geraten sei: „Dass das DRK-Krankenhaus in Saarlouis in diese Lage geraten ist, ist eine traurige Nachricht – vor allem für die Beschäftigten, die seit Jahren Großartiges leisten.“ Er macht dafür nicht Missmanagement verantwortlich, sondern strukturelle Mängel im bundesweiten Finanzierungssystem. „Die saarländischen Krankenhäuser kämpfen nicht wegen Misswirtschaft mit dem Überleben, sondern weil die Finanzierungssysteme des Bundes nicht mehr tragen. Wenn der Bund weiter Gelder aus der Versorgung abzieht, gefährdet er die Stabilität unseres gesamten Gesundheitswesens. Wir brauchen endlich eine verlässliche Finanzierung und gezielte Unterstützung für die Kliniken, die unsere Regionen versorgen.“
Positiv bewertet Schäfer, dass die Beschäftigten weiterhin ihr Gehalt erhalten und der Klinikbetrieb ohne Einschränkungen fortgeführt wird. „Das zeigt, dass alle Beteiligten Verantwortung übernehmen und um den Standort kämpfen. Dafür gebührt ihnen unser Respekt und vor allem unsere Unterstützung auf allen Ebenen“, so Schäfer abschließend.


