Der Eintracht Frankfurt hat sich mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Dino Toppmöller getrennt. Der Fußball-Bundesligist bestätigte entsprechende Berichte, nachdem zuvor unter anderem Sky und die „Bild“ darüber informiert hatten. Hintergrund der Entscheidung ist die sportliche Krise des Champions-League-Teilnehmers.
Nach dem 3:3 bei Werder Bremen hatte Sportvorstand Markus Krösche ein klares Bekenntnis zum Trainer vermieden und öffentlich Kritik am Auftritt der Mannschaft geäußert. Nun zog der Klub Konsequenzen. Die Mannschaft wird vorerst interimsweise von Dennis Schmitt, Trainer der U21, und U19-Coach Alexander Meierbetreut. Wie der Verein mitteilte, übernimmt Schmitt dabei die federführende Rolle.
Toppmöller, gebürtiger Saarländer und ehemaliger Spieler des 1. FC Saarbrücken, stand bereits seit längerer Zeit in der Kritik. Vor allem defensiv präsentierte sich die Eintracht in dieser Saison anfällig: In 18 Ligaspielen kassierte das Team 39 Gegentore, allein in den ersten drei Punktspielen des Jahres waren es neun. Mit nur einem Sieg aus den vergangenen sieben Bundesligapartien droht Frankfurt zudem, den Anschluss an die Europapokalplätze zu verlieren.
Der 45-Jährige war im Sommer 2023 nach Frankfurt gekommen und hatte die Nachfolge von Oliver Glasner angetreten, unter dem die Eintracht 2022 die Europa League gewonnen hatte. In der vergangenen Saison führte Toppmöller den Klub mit offensiv ausgerichtetem Fußball als erster Frankfurter Trainer über die Bundesliga in die Champions League. In der laufenden Spielzeit gelang es der Mannschaft jedoch nicht, an diese Leistungen anzuknüpfen.
Sportlich steht für die Eintracht kurzfristig eine entscheidende Phase an. Bereits am Mittwoch tritt das Team in der Champions League bei Karabach Agdam an, um ein frühes Ausscheiden zu vermeiden. In der Bundesliga folgt am Samstag die Partie gegen die TSG Hoffenheim.
Als mögliche Nachfolger Toppmöllers werden in Frankfurt unter anderem Tobias Strobl vom SC Verl sowie Marco Rose, zuletzt bei RB Leipzig, gehandelt.


