Die 3. Liga hat sich nach Einschätzung von DFB-Vizepräsident Peter Frymuth in den vergangenen Jahren nachhaltig stabilisiert und weiter an Attraktivität gewonnen. Im Rückblick auf die Saison 2024/2025 spricht Frymuth von einer positiven Entwicklung, die sich sowohl in Zuschauerzahlen als auch in wirtschaftlichen Kennzahlen widerspiegele.
Mit fast 4,4 Millionen Stadionbesuchern und einem Zuschauerschnitt von mehr als 11.500 pro Spiel habe die international Maßstäbe gesetzt. Entscheidend sei dabei nicht nur die absolute Zahl, sondern die Kontinuität des Wachstums seit dem Ende der Corona-Pandemie. Frymuth führt den Erfolg auf eine Mischung aus traditionsreichen Vereinen, sportlicher Ausgeglichenheit und einer besonderen Atmosphäre in den Stadien zurück.
Einen zentralen Faktor sieht der DFB-Vizepräsident in der wirtschaftlichen Stabilität der Liga. In den vergangenen Jahren seien gemeinsam mit den Klubs wichtige Schritte unternommen worden, um die finanzielle Basis zu festigen. Dazu hätten auch Anpassungen im Zulassungsverfahren beigetragen, die in enger Abstimmung mit den Vereinen entwickelt worden seien. Die steigende Zahl von Klubs mit positivem Eigenkapital wertet Frymuth als Beleg für diese Entwicklung.
Auch bei den Erlösen verzeichnet die 3. Liga einen Höchststand: Erstmals erzielten die Drittligisten zusammen mehr als 300 Millionen Euro in einer Saison. Frymuth betont jedoch, dass steigende Umsätze allein keine Stabilität garantierten. Entscheidend sei ein verantwortungsvoller Umgang mit den Mitteln, der in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen habe.
Mit Blick auf die anstehende Ausschreibung der Medienrechte ab 2026 zeigt sich Frymuth zuversichtlich. Die Qualität der Übertragungen und neue Formate hätten die Wahrnehmung der Liga weiter verbessert. Innovationen wie zusätzliche Kameraformate oder neue Einblicke in den Spielbetrieb hätten zur Attraktivität beigetragen.
Darüber hinaus unterstreicht Frymuth die Bedeutung der 3. Liga für die Talententwicklung im deutschen Fußball. Junge Spieler fänden hier ein wettbewerbsintensives Umfeld, das Spielpraxis auf hohem Niveau ermögliche und zugleich wichtige Erfahrungen vermittle. Die kontinuierlich steigenden Einsatzzeiten von Spielern unter 23 Jahren wertet er als positives Signal.
Für die kommenden Jahre erwartet Frymuth vor allem eine Stabilisierung auf hohem Niveau. Während bei den Zuschauerzahlen Schwankungen je nach Zusammensetzung der Liga möglich seien, sieht er bei Vermarktung und Nachwuchsförderung weiteres Entwicklungspotenzial. Sein Wunsch für die Zukunft sei eine weiterhin erfolgreiche 3. Liga mit wirtschaftlich gesunden Vereinen und wachsender Bedeutung im deutschen Profifußball.


