Die Arbeitsgruppe zur Reform der Fußball-Regionalligen hat ihre Beratungen abgeschlossen und zwei mögliche Modelle für eine künftige Neustrukturierung vorgestellt. In ihrer fünften Sitzung verständigten sich die Mitglieder einstimmig darauf, eine viergleisige Regionalliga-Struktur zu empfehlen. Ziel dieser Neuordnung wäre es, künftig allen Regionalliga-Meistern den direkten Aufstieg in die 3. Liga zu ermöglichen.
Nach Angaben der Arbeitsgruppe sollen die Vorschläge nun der Präsidentenkonferenz zur weiteren Entscheidungsfindung vorgelegt werden. Zur Diskussion stehen dabei ein sogenanntes „Kompassmodell“ sowie ein „Regionenmodell“.
Beim Kompassmodell würden die vier Staffeln in jeder Saison neu zusammengestellt. Grundlage dafür wäre vor allem die geografische Entfernung zwischen den teilnehmenden Vereinen. Das Regionenmodell sieht hingegen vor, aus den bisherigen Regionalligen Nord, Nordost und Bayern zwei gemeinsame Staffeln zu bilden, während die Regionalligen West und Südwest in ihrer bisherigen Struktur bestehen bleiben.
Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Dr. Michael Vesper, sprach von intensiven, aber konstruktiven Beratungen. Ziel sei es gewesen, konkrete Lösungsansätze zu erarbeiten, mit denen die zuständigen Gremien der Verbände weiterarbeiten könnten. Die endgültige Entscheidung liege nun bei den verantwortlichen Instanzen unter Einbeziehung der betroffenen Vereine.
Die Arbeitsgruppe empfiehlt den Trägern der Regionalligen, zunächst ein Meinungsbild unter den Klubs einzuholen. Auf dieser Grundlage sollen anschließend weitere Beschlüsse gefasst werden. Ein mögliches neues Ligasystem mit vier Staffeln könnte nach derzeitigem Stand frühestens zur Saison 2028/2029 eingeführt werden. Als Qualifikationsphase wäre in diesem Fall die Spielzeit 2027/2028 vorgesehen.
Der Arbeitsgruppe gehörten Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen und Verbänden aus allen fünf Regionalligen an. Ergänzt wurde das Gremium durch Verantwortliche aus dem Spielbetrieb des Deutschen Fußball-Bundes und der Deutschen Fußball Liga. Die Gruppe hatte beratenden Charakter und verfügte selbst über keine Entscheidungskompetenz.


