StartFCSStarker FCS belohnt sich nicht!

Starker FCS belohnt sich nicht!

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Chancenwucher im Ludwigspark! Der dominierte den TSV 1860 München vor allem in Hälfte eins nach Strich und Faden, verpasste es aber aufs Neue, seine Chancen zu nutzen. Am 123. Geburtstag des Vereins blieb es deshalb bei einem 0:0.

Gegen seinen ehemaligen Verein änderte FCS-Cheftrainer Argirios Giannikis seine Startelf auf drei Positionen. Bichsel und Multhaup ersetzten die gegen Havelse schwachen Bormuth und Elongo-Yombo. Dazu sah Rizzuto in Havelse seine fünfte Gelbe Karte, weshalb Fahrner für ihn in die Mannschaft rückte.

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Saarbrücken begann aktiv. Civeja, der heute offensiver startete, kombinierte sich mit Vasiliadis in den Münchner Strafraum und kam mit seinem schwachen linken Fuß zum Schussversuch, welcher sein Ziel jedoch klar verfehlte.

Der FCS hatte sich offenbar einiges vorgenommen. Von Beginn an pressten die Saarbrücker die Hinterreihe der Münchner und störten diese beim Spielaufbau. Nach etwa zehn Minuten eroberte Sontheimer einen Ball und legte ihn im Fallen in den Lauf von Pick, dessen Abschluss geblockt wurde. Auch die nächste Gelegenheit gehörte den Hausherren, die erneut aus einem Zusammenspiel von Civeja und Vasiliadis entstand. Multhaup bekam von ersterem einen Steckpass in den Lauf, setzte die Kugel aber ans Außennetz.

1860 fand überhaupt nicht in die Partie, weder offensiv noch defensiv. Insbesondere Civeja und Multhaup bekamen die Gäste nicht in den Griff. Multhaup tauchte nach 25 Minuten ein weiteres Mal völlig frei vor Löwen-Keeper Dähne auf, doch er bestätigte seinen Ruf als Chancentod erneut. Die Löwen wurden zu zahlreichen Fehlern gezwungen, nach den folgenden Ballgewinnen ging es meist schnell in Richtung 1860-Tor. Civeja, der eine überragende erste halbe Stunde spielte, fand nach einem Konter Pick, der seinen Schuss über das Tor zog. So ansehnlich Blau-Schwarz an diesem Tage auch startete, so bedenklich war die Chancenverwertung.

Die Führung war mittlerweile längst überfällig. Brünker stand völlig allein vor Dähne, umkurvte diesen eindrucksvoll, gab dann aber einen schwachen Schuss ab, den Voet noch von der Linie kratzen konnte.

In der 39. Minute meldeten sich die Gäste erstmals brandgefährlich vor dem gegnerischen Tor. Der bislang unauffällige Volland bewies mit einer Aktion seine individuelle Klasse und schickte Rittmüller perfekt in den Lauf. Dieser probierte, das Leder über Menzel zu schlenzen, welcher jedoch souverän parierte. Auf der Gegenseite war Multhaup praktisch nicht zu stoppen, vor dem Tor versagten ihm aber immer wieder die Nerven. So auch in der 40. Minute, als er einen langen Pass sensationell erlief, seine Abgabe allerdings erneut zu zentral setzte.

Der Ludwigspark präsentierte sich währenddessen wie gegen Aachen als Hexenkessel und offenbarte das Potenzial, welches Mannschaft und Fans gemeinsam in diesem Stadion entfachen können. Zur Pause stimmte leistungstechnisch eigentlich alles, lediglich das hochverdiente 1:0 fehlte dem FCS.

Das Spielbild in der zweiten Hälfte blieb zunächst ähnlich. Pick und Brünker kreierten gemeinsam einen Umschaltmoment, wobei Brünker am Ende erneut zu zögerlich blieb und die Chance vergab (49.).

1860 wurde in Hälfte zwei besser. Nach einer Flanke von rechts erspielten sich die Löwen in Form von Vollands und Niederlechners Abschlüssen gleich zwei Hundertprozentige. Menzel reagierte überragend.

Das Spiel verlor in der Folge ein wenig an Intensität, weshalb Giannikis in Minute 65 gleich zweimal reagierte. Vasiliadis und Brünker gingen raus, dafür kamen Elongo-Yombo und Baumann. Civeja rückte im Anschluss zurück auf die Doppelsechs, und Pick übernahm die Zehnerposition. 14.744 Zuschauer erlebten einen weiterhin engagierten, dessen Drangphase aber sichtbar nachgelassen hatte.

Auf der Gegenseite waren es die Löwen, die in Person von Ex-Saarbrücker Steinkötter und Volland für Gefahr sorgten, doch es blieb beim 0:0 (77.). Giannikis tauschte daraufhin ein weiteres Mal und brachte Krahn für Civeja, dessen spielerischer Einfluss in der zweiten Halbzeit nachgelassen hatte.

Kurz darauf dann der bislang größte Aufreger in Halbzeit zwei. Baumann steckte durch zu Pick, dessen Bein von Schifferl klar getroffen wurde. Schiedsrichter Christian Ballweg entschied jedoch auf kein Foul und Weiterspielen. Den Großteil ihrer Gelegenheiten verbuchte der FCS nach Ecken durch Schüsse aus dem Rückraum. Doch weder Sontheimer mit seinen zahlreichen Chancen noch Krahn konnten diese Situationen nutzen.

Neun Minuten Nachspielzeit gab es zum Nachschlag, da die Partie aufgrund von Pyrotechnik der Gästefans für kurze Zeit unterbrochen worden war. Bis auf einen Kopfball von 1860-Stürmer Hobsch geschah jedoch nicht mehr viel. So blieb es beim 0:0 – ein im Anbetracht des Spielverlaufs ärgerliches Ergebnis für den FCS.

Fotogalerie von Catharina Kuhn:

Stimmen der Trainer

Markus Kauczinski (TSV 1860 München):
Der Münchner Coach zeigte sich mit dem Auftritt seiner Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit unzufrieden. Seine Elf habe „überhaupt keinen Weg nach vorne gefunden“. Bereits nach 30 Minuten habe man sich über zahlreiche Gegnersituationen nicht beklagen dürfen. Torhüter Thomas Dähne habe die Gäste mit mehreren Paraden im Spiel gehalten, zudem hätten sich einige Spieler in Schüsse geworfen. Insgesamt habe seine Mannschaft weder gut verteidigt noch nach vorne gespielt.

Die zweite Hälfte bewertete Kauczinski etwas positiver, ohne jedoch von einer guten Leistung sprechen zu wollen. Man habe offensiv mehr zustande gebracht und zum Ende hin noch einmal einige Möglichkeiten gehabt, diese aber nicht sauber ausgespielt. Mit dem Punkt müsse man leben, wirklich zufrieden könne man damit aber nicht sein. Er wünsche sich, dass seine Mannschaft guten Fußball spiele und man ihr ansehe, dass sie das auch wolle. Das sei diesmal nur phasenweise gelungen. 

Argirios Gianniks

Argirios Giannikis (1. FC Saarbrücken):
Der Saarbrücker Trainer sah insbesondere in der ersten Halbzeit einen starken Auftritt seiner Mannschaft. Der FCS sei im Ballbesitz schnell gewesen, habe gut die Tiefe bespielt und gleichzeitig die offensive Qualität der Münchner eingeschränkt. Saarbrücken habe zahlreiche Chancen herausgespielt, scheiterte jedoch mehrfach am Torhüter, an einer Rettung auf der Linie oder an der eigenen Chancenverwertung.

Mit Ausnahme des Abschlusses habe er seiner Mannschaft „im Großen und Ganzen nichts vorzuwerfen“. In der zweiten Halbzeit sei das Spiel ausgeglichener gewesen. Saarbrücken habe zwei gefährliche Momente zugelassen, selbst aber in den entscheidenden Aktionen nicht sauber genug gespielt. Pässe seien zu hoch, zu weit oder in den falschen Fuß gespielt worden, wodurch die ganz klaren Möglichkeiten ausgeblieben seien. Deshalb müsse man letztlich mit dem Punkt leben. 

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