Samstagabendspiele scheinen der SV Elversberg zu liegen. Bereits vor zwei Wochen gewann das Team von Vincent Wagner auswärts in Kaiserslautern und auch im Dresdner Rudolg-Harbig-Stadion sollte den Saarländern ein Dreier gelingen. Vor der Partie änderte Wagner seine Startelf auf zwei Positionen, Condé und Keidel begannen für Schmahl und Gyamerah.
Die erste Chance des Abends gehörte den Gästen. Nach vier Minuten spielte Poreba einen idealen Ball hinter die Kette auf Petkov, dessen Schuss zentral in den Armen von Schreiber endete. Die Anfangsphase verlief zunächst ereignislos. Dies sollte sich nach 12 Minuten allerdings schlagartig ändern. Hauptmann tanzte mit dem Ball am Fuß durch den Elversberger Sechzehner und sah links den freistehenden Rossipal. Der Linksverteidiger zog ab und versenkte das Leder humorlos ins rechte Eck.
Die ersten 20 Minuten gingen insgesamt klar auf das Konto der Gastgeber. Dynamo wirkte mit der Kulisse im Rücken mental wacher und wusste auch spielerisch zu gefallen.
Elversberg agierte weiterhin schläfrig. Nach einem Ballverlust von Pinckert stand die Viererkette sehr offen, woraufhin der von Elversberg nach Dresden verliehene Ceka das vermeintliche 2-0 markierte. Nach VAR-Einsatz wurde der Treffer aufgrund der Abseitsposition des Torschützen zurückgenommen.
Dynamo behielt auch weiterhin die Überhand, immer wieder attackierte Schwarz-Gelb die Tiefe der Saarländer. Nach etwa einer halben Stunde meldete Poreba die SVE zurück im Spiel an. Sein Abschluss außerhalb des Sechzehners stellte Schreiber allerdings vor keine Probleme.
In der Folge plätscherte die Partie vor sich hin. Elversberg gewann mehr und mehr an Spielanteilen, wirklich nennenswert wurde es jedoch erst in der Nachspielzeit. Petkov drehte sich im Dresdner Strafraum elegant um seinen Gegenspieler, ein Schwarz-Gelbes Bein klärte zur Ecke.
Der Start in Halbzeit zwei verlief weitaus besser für die SVE. Keidel kam nach schöner Kombination am zweiten Pfosten zum Abschluss, der Ball landete am Außennetz (48). Nach 57 Minuten kam ein verbessertes Elversberg zum mittlerweile verdienten Ausgleich. Rohr sah eine große Lücke in der Dresdner Defensive und schlug einen wundervollen Ball in den Lauf von Mickelson, der souverän verwandelte. Nach einer Stunde stand es also 1-1, die Tore übernahmen die beiden Linksverteidiger.
Daraufhin flachte die Begegnung erneut ab. Dynamo arbeitete diszipliniert gegen den Ball und neutralisierte somit das dominante Auftreten der SVE. Vincent Wagner reagierte nach 75 Minuten erstmals und brachte Günther für den Torschützen Mickelson.
Getreu des bisherigen Verlaufs sollte auch das 1-2 in Verbindung mit einem Linksverteidiger geschehen. Der eingewechselte Günther platzierte das Leder per Spann in der Tormitte. Schreiner ließ den Ball genau vor die Füße des heranrauschenden Petkovs prallen, der überlegt zum 1-2 einnetzte (78).
Auf die Freude des Führungstreffers folgte ein Schock. Rohr verletzte sich bei einem eigenen Foul selbst und musste ausgewechselt werden. Wagner brachte Le-Joncour, zusätzlich kamen Schnellbacher und Winterneuzugang Pherai.
Das in Rückstand geratene Dresden war innerhalb dieses Spiels immer weiter abgetaucht. Nach dem 1-2 bemühten sich die Mannen von der Elbe um den Ausgleich. Eine Flanke von Routinier Kutschke landete am zweiten Pfosten, Petkov klärte fulminant vor dem einlaufenden Daferner und bewahrte seine Mannschaft vor dem Ausgleich.
Dynamo-Coach Thomas Stamm hatte allerdings durchaus Grund zur Hoffnung. Das Schiedsrichterteam zeigte ganze acht Minuten Nachspielzeit an. Dresden erzielte in 2026 bereits vier Tore nach einer Ecke, doch am heutigen Abend verliefen diese Situation meist harmlos. In der dritten Minute der Nachspielzeit dann aber eine Doppelchance, bei der SVE-Keeper Kristof seine ganze Klasse beweisen musste.
Eine Zeigerumdrehung später schoss auch die SVE ein irreguläres Tor. Contéh erzwang ein Eigentor, legte sich den Ball im Vorhinein aber mit der Hand vor. Somit blieb es beim 1-2 Auswärtssieg.
Fazit: Nach schwachen ersten 30 Minuten steigerte sich die SV Elversberg enorm und geht als verdienter Sieger vom Platz. Der zweite Sieg im Jahr 2026 folgt also erneut in einem schweren Samstagabendspiel vor grandioser Kulisse. Diesen Schwung gilt es nun in das kommende Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig mitzunehmen, in das die SVE als klarer Favorit geht.

