StartThemenDigitalisierung im Profisport: Daten, Analysen und neue Geschäftsmodelle

Digitalisierung im Profisport: Daten, Analysen und neue Geschäftsmodelle

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Wer etwa 20 Jahre zurückblickt, dürfte erkennen, dass sich der Profisport seither deutlich verändert hat. Ein Bereich, der früher noch vor allem von Intuition und Erfahrung geprägt wurde, kommt heute zunehmend datengetrieben daher. Dies zeigt sich unter anderem darin, dass zum Beispiel oft Sensoren, Algorithmen und Echtzeitanalysen die Steuerung des Trainings übernehmen.

Ziel der Digitalisierung ist es hier unter anderem, die entsprechenden Abläufe, auch in Bezug auf Spieltaktiken und wirtschaftliche Strategien, effektiver werden zu lassen.

Dementsprechend ist es kein Zufall, dass viele moderne Sportorganisationen technologiegetriebenen Unternehmen ähneln. Und klar: Die Daten, die in diesem Zusammenhang gewonnen werden, stellen einen besonderen Vermögenswert dar. Sie helfen (im Idealfall) dabei, die Leistungen zu optimieren und Verletzungsrisiken zu reduzieren. Gleichzeitig eröffnen sie neue Märkte… weit über das Spielfeld hinaus. Die folgenden Abschnitte zeigen, wie die Digitalisierung den Profisport verändert hat.

Daten als strategischer Erfolgsfaktor: Ein Blick auf die Details

Im Fokus der Digitalisierung steht die systematische Erhebung und Auswertung von Leistungsdaten. Diese werden unter anderem durch das Messen von Laufwegen per GPS Tracker und durch die Analyse von Raumaufteilungen und Pressingverhalten via Kamerasystem erhoben. Basierend hierauf entstehen dann detaillierte Leistungsprofile einzelner Spieler und/ oder ganzer Teams. Für die Auswertung braucht es dann spezielle Software-Lösungen und Methoden, so dass zum Beispiel Machine Learning Modelle Muster erkennen können, die dem menschlichen Auge verborgen bleiben.

Eine ähnlich wichtige Rolle spielen Daten rund um Spielstatistiken und Co., wenn es um Live Ticker, Second Screen Angebote und Prognosemodelle geht. Wer zum Beispiel FunID Sportwetten bei Eckenwetten oder bei anderen Anbietern abgibt, kann gut beraten sein, sich im Vorfeld mit Statistiken und Co. auseinanderzusetzen, um die Chancen seiner Favoritenmannschaft besser einschätzen zu können.

Kann Technologie dabei helfen, die Performance zu optimieren?

Durchaus. Und zwar sowohl im Profisport als auch im privaten Bereich. Wichtig ist es in diesem Zusammenhang natürlich auch, realistisch zu bleiben. Denn: Der bloße Einsatz von Technologien rund um Smartwatches und Co. garantiert noch keine Erfolge. Wichtig ist es natürlich, die entsprechenden Ergebnisse auch zu nutzen.

Moderne Wearables liefern kontinuierlich Daten rund um…:

·        Herzfrequenz

·        Regenerationsphasen

·        muskuläre Belastungen und Ähnliches. 

Und auf ihrer Basis ist es möglich, wiederum individuelle Trainingspläne zu erstellen, eventuelle Überlastungen zu vermeiden und Leistungsreserven gezielt aufzubauen.

Abgesehen davon nutzen viele Vereine und Trainer mittlerweile diverse Simulationstechnologien, indem zum Beispiel virtuelle Spielszenarien genutzt werden, um taktische Schulungen ohne physische Belastung durchzuführen. Zudem hilft eine automatisierte Szenenerkennung dabei, bestimmte Spielsituationen schnell abzurufen. In diesem Bereich treffen dann sportwissenschaftliche Expertise und datenbasierte Analyse zusammen und eröffnen eine neue Ebene der Präzision.

Neue Geschäftsmodelle und digitale Wertschöpfung: Wie hängt beides zusammen?

Bei den Entwicklungen rund um die Digitalisierung im Profisport geht es nicht nur um körperliche Optimierung, sondern (je nach Bereich) auch oft um die Suche nach innovativen Erlösquellen. Obwohl Medienrechte in diesem Zusammenhang nach wie vor relevant bleiben, erweitern digitale Plattformen das Spektrum erheblich. So bieten zum Beispiel Streaming-Dienste oft exklusive Inhalte, Hintergrundberichte und individuelle Perspektiven auf die verschiedenen Begegnungen.

Dazu kommt, dass viele Fans die Spiele ohnehin über mobile Endgeräte konsumieren und interaktive Zusatzangebote erwarten.

Und auch hier lohnt es sich, einen Blick auf den Stellenwert der verarbeiteten Daten zu werfen. Personalisierte Inhalte basieren auf den Nutzerprofilen und den hiermit verbundenen Gewohnheiten. Vereine analysieren parallel dazu Faninteraktionen in den Sozialen Netzwerken, um ihre Kommunikationsstrategien entsprechend anzupassen.

Zwei wichtige Punkte: Regulierungen und ethische Fragen

Mit der wachsenden Datennutzung steigen auch die regulatorischen Anforderungen. Daher sind unter anderem Datenschutz und -sicherheit sowie Transparenz zentrale Themen, von denen eben nicht nur der Mittelstand, der ebenfalls rege digitalisiert, sondern auch der Profisport betroffen ist. Das bedeutet, dass zum Beispiel auch die Leistungsdaten der Sportler sensibel sind und sowohl arbeitsrechtlichen als auch datenschutzrechtlichen Vorschriften unterliegen.

Oder anders: Wer zwischen Leistungsoptimierung und Persönlichkeitsrechten balanciert, muss auf klare Regeln setzen können.

Und sicherlich ist es vollkommen legitim, sich mit der Frage nach der gegebenen Fairness auseinanderzusetzen. Wenn zum Beispiel ausschließlich die eher finanzstarken Teams Zugang zu umfangreichen Analysesystemen haben, kann dies dafür sorgen, dass sich sportliche Ungleichgewichte verstärken. Außerdem stellen sich im Rahmen der Vermarktung ethische Fragen. So muss die kommerzielle Nutzung sportlicher Ereignisse transparent und nachvollziehbar gestaltet werden, damit das Vertrauen der Fans (und der Akteure) im Idealfall erhalten bleibt.

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