In Rehlingen-Siersburg ermittelt die Polizei nach dem Fund einer leblosen Frau wegen eines möglichen Tötungsdelikts. Ein Spaziergänger hatte am Dienstag, 25. November 2025, gegen 09:00 Uhr eine tote Person auf einem Feldweg in der Nähe des Autobahnrastplatzes Niedmündung an der BAB 8 entdeckt. Einsatzkräfte stellten vor Ort den Leichnam einer zunächst unbekannten Frau fest. Mittlerweile steht fest, dass es sich um eine 30-jährige Frau aus Baden-Württemberg handelt.
Nach aktuellem Stand der Ermittlungen gehen die Spezialisten des Dezernats „Straftaten gegen das Leben“ davon aus, dass die Frau in der Nacht von Montag auf Dienstag einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel. Ob der Fundort zugleich Tatort ist, bleibt Gegenstand weiterer Untersuchungen.
Noch am Tatort sicherte die Polizei umfangreich Spuren. Dabei ergaben sich erste Hinweise auf eine mögliche Tatverdächtige – eine ebenfalls aus Baden-Württemberg stammende 36-jährige Frau, die nach der Tat mit einem gestohlenen blauen Audi A6, zugelassen im Rems-Murr-Kreis (Kennzeichen WN), auf der Flucht gewesen sein soll.
In einer groß angelegten länderübergreifenden Fahndung gelang es Ermittlungs- und Zugriffskräften aus dem Saarland, Hessen und Rheinland-Pfalz, den Aufenthaltsort der Verdächtigen im Rhein-Main-Gebiet ausfindig zu machen. Am Mittwoch, 26. November 2025, wurde die Frau schließlich durch ein Spezialeinsatzkommando im Landkreis Mainz-Bingen festgenommen. Sie wurde im Anschluss von saarländischen Polizeikräften nach Saarbrücken überführt und einem Ermittlungsrichter vorgeführt.
Die Polizei bittet nun die Bevölkerung um Mithilfe. Gesucht werden Personen, die in der Tatnacht oder am Morgen des 25. November verdächtige Beobachtungen im Bereich Rehlingen-Siersburg, insbesondere am Rastplatz Niedmündung (Fahrtrichtung Saarbrücken), gemacht haben – vor allem in Bezug auf den blauen Audi A6. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst in Saarbrücken unter 0681/962-2133 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Außerdem können Meldungen über die Onlinewache der Landespolizeidirektion übermittelt werden.
Die Ermittlungen dauern weiter an.


