StartFCSTraditionsduell im Ludwigspark: FCS empfängt 1860 München

Traditionsduell im Ludwigspark: FCS empfängt 1860 München

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Wenn der am Samstag um 14 Uhr den TSV 1860 München im Ludwigsparkstadion empfängt, treffen zwei Traditionsvereine aufeinander, die ihre Saisonziele bislang verfehlt haben. Vor rund 14.500 Zuschauern, darunter etwa 1.500 Gästefans, wollen beide Mannschaften im Saisonendspurt noch einmal ein Zeichen setzen.

Beim FCS blickte Cheftrainer Argirios Giannikis auf die personelle Lage. Abdoul Kamara befinde sich wieder im Mannschaftstraining, für einen Einsatz komme das Spiel aber noch zu früh. Zudem falle Kaan Caliskaner nach einer Knieverletzung im Training aus, während Patrick Schmidt weiterhin im Aufbautraining sei.

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Offensivspieler Maurice Multhaup sprach offen über die bislang wechselhafte Saison. Besonders auswärts habe die Mannschaft nicht die Leistungen gezeigt, die sie im Ludwigspark regelmäßig abrufe. „Es ist ein bisschen das Sinnbild der Saison gewesen“, sagte Multhaup. Zuhause falle es leichter, Inhalte umzusetzen. Entsprechend sei es hilfreich, dass in den verbleibenden Wochen mehr Heim- als Auswärtsspiele anstehen.

Giannikis betonte trotz der jüngsten Niederlage in Havelse den positiven Heimtrend. Saarbrücken sei im Ludwigspark weiterhin ungeschlagen und habe dort gezeigt, „zu was wir fähig sind“. Gleichzeitig warnte er vor den Münchnern. 1860 verfüge über „ein sehr gutes Offensivpotenzial“, sei in der Offensive prominent besetzt und trotz ausbleibender Erfolge keineswegs abzuschreiben. Er erwarte keine Mannschaft, „die hier Urlaub machen wird“.

Eine besondere Note erhält die Partie durch das Wiedersehen von Giannikis mit Münchens Trainer Markus Kauczinski. Beide arbeiteten über Jahre erfolgreich gemeinsam beim Karlsruher SC. Giannikis sprach von einer Persönlichkeit, die er „menschlich aber auch fachlich“ sehr schätze. Dennoch stellte er klar: „Es ist kein Duell Markus Kauczinski gegen Giannikis, sondern ein Duell 60 München gegen Saarbrücken.“

Auch Kauczinski blickte positiv auf das Wiedersehen. Man habe beim KSC viele Jahre vertrauensvoll zusammengearbeitet. Er freue sich darauf, „über alte Zeiten reden zu können“.

Bei den Gästen ist die Personalsituation angespannt. Mehrere Defensivspieler fehlen verletzt, darunter Lasse Faßmann und Max Reinthaler. Auch deshalb schloss Kauczinski taktische Anpassungen nicht aus. Größere Experimente plane er jedoch nicht. Vielmehr gehe es darum, aus den letzten fünf Saisonspielen möglichst viele Punkte mitzunehmen. Selbst Rang vier, der zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigen könnte, sei rechnerisch noch im Blick.

Zur Situation des Gegners äußerte sich Kauczinski zurückhaltend. Dass Saarbrücken vor der Saison als Aufstiegskandidat galt und nun am Tabellenende stecke, überrasche ihn nicht grundsätzlich. Prognosen vor einer Saison seien oft nur grobe Einschätzungen. Er habe jedoch nicht den Eindruck, auf eine Mannschaft zu treffen, die akut abstiegsgefährdet wirke.

Multhaup hofft derweil auf die Unterstützung der Heimfans. Nach schwankenden Leistungen könne er Unmut nachvollziehen, doch zuhause wolle die Mannschaft erneut „ein anderes Gesicht“ zeigen. Mit einem überzeugenden Auftritt soll gegen die Löwen ein weiterer Heimsieg folgen.

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