Das Saarland ist klein, aber die kulinarische Vielfalt umso größer: Wenn das kein Grund ist, einmal persönlich vorbeizuschauen! Wie sieht es bei Ihnen mit dem nächsten Urlaub aus, haben Sie schon etwas geplant?
Natürlich reservieren Sie bestimmt einen Teil der freien Zeit für aufregende Spielerlebnisse. Dafür müssen Sie nicht reisen, denn die Gaming-Seite Slotozilla erreichen Sie ortsunabhängig per Computer, Tablet oder Smartphone. Ein Experten-Team ist niemals „beim Deiwel noch weit hinne“, wenn es um Spiele-Nachschub geht, sondern liefern einen Top Titel nach dem anderen. So sind kostenlose Games wie Wild Fortune in jedem Fall gesichert.
Machen Sie sich also lieber Gedanken über Ihren Urlaubsplan, oder genauer gesagt, Ihren Essensplan im Saarland.
Hier kommen einige Appetitanreger.
Bevor es losgeht: Kleine Sprachkunde für Hungrige
Im Saarland gibt es putzige Mundarten, und zwar hauptsächlich moselfränkisch und rheinfränkisch. Machen Sie sich keine Illusionen: Sofern Sie kein geübtes Ohr haben, verstehen Sie möglicherweise keinen der Dialekte perfekt. Mit einem freundlichen „Unn?“ zur Begrüßung öffnen Sie aber schnell die Herzen des gastfreundlichen Völkchens. Wahrscheinlich ernten Sie daraufhin etwas wie: „Es muss“ oder „Ei, gudd“.
Nun folgt Ihr großer Auftritt und Sie können sich Ihr Essen organisieren, möglichst etwas Traditionelles. Hier ist ein kleiner Spickzettel (mit einer Vokabelliste, denn Sie haben schließlich Hunger. Das bringen Sie zum Ausdruck mit einem nachdrücklichen: „Ich hann Hunger, ich muss wäh!“. Alternativ sollte auch ein „Was gebbds dann heit se esse? Isch hann e Mords-Kohldampf!“.
Saarländisch Vokabelliste (noch kleiner als das Saarland):
| Saarländisch | Deutsch |
| Grumbeere | Kartoffel |
| Plattgeschmelzde | Kartoffelstifte |
| Viez / Äppel in Viez | Apfel- oder Birnenwein |
| Bettsäächer | Löwenzahn |
| Hoorische | Kartoffelklöße |
| Schales | Kartoffelpuffer |
| Sießschmier | Marmelade |
| Blookabbes | Blaukraut bzw. Rotkraut |
| Budder | Butter |
| Flääsch | Fleisch |
| Gims | Heißhunger, Appetit |
| Gutzje | Bonbon |
| Kneedel | Knödel |
| Weißer Kääs | Quark |
| E Weißi | Bratwurst |
| Moscherd | Senf |
Außerdem gut zu wissen:
- Danke: Ei jo!
- Selbstverständlich: Das glaabschde awwer!
- Es tut mir leid: Jetzt mach dir mol net ins Hemd!
- Wie heißen Sie, bitte: Sahn se mol, wer sinn Sie dann eigendlich?
- Was ist das? Ei was is dann das do?
- Was kostet das? Wieviel muss ma denn dodevor bezahle?
- Bitte eine große Portion: Mach awwer noch e ahnständischer Schlaach dezu!
Ihre Bestellung bitte: Traditionelle Saarland-Küche
Sie sind also im Saarland unterwegs und der Magen knurrt. Das Wissen, dass die saarländische Küche so herrlich deftig, würzig und bodenständig ist, verstärkt Ihr Verlangen. Sie möchten endlich irgendwo einkehren und ein Essen genießen. Ein Blick in die Speisekarte lässt Ihre Augen leuchten. Natürlich gibt es heute nicht Schnitzel und Pommes. Etwas absolut Typisches sollte es schon sein! Sollten Sie normalerweise auf Ihre Kalorienbilanz achten, wäre das ein perfekter Moment, das ausnahmsweise über Bord zu werfen. Sagen wir es einmal so: Diättauglich sind die meisten Optionen nur bedingt, aber dafür umso köstlicher.
Suppen
Heit koch ich Krumbre- und Wurzle Durjenner (heute koche ich Kartoffel- und Möhreneintopf). Diese Worte lassen Suppenliebhabern das Wasser im Mund zusammenlaufen. Eintöpfe und Suppen schmecken im Saarland einfach ausgezeichnet. Ob Zwiwwelsupp (Zwiebelsuppe), Graubesupp (Graupensuppe), Bibbelsches Bohnesupp (ein herrlicher Gemüse-Eintopf) oder Grumbeersupp (Kartoffelsuppe), die Auswahl ist riesig.
Viele sind für den durchschnittlichen Esser zu viel als Vorspeise, denn zünftige Einlagen gehören oft dazu – siehe Suppe mit Lewwerknepp (Leberknödel). Ganz besonders „saarländisch“ und gewissermaßen exotisch ist die Viez Supp, die mit Apfelwein angereichert wird. Wenn Sie es süß mögen, empfiehlt sich eine aangebrenndi Grießsupp.
Salate
Bevor sich die vegetarischen und veganen Leser zu früh freuen: „Salat“ ist auch im Saarland ein dehnbarer Begriff. Natürlich gibt es in dieser Kategorie einige Optionen, die fleisch- und tierproduktfrei funktionieren und die nicht zuletzt aufgrund der raffinierten Gewürze hervorragend schmecken, so zum Beispiel:
- Mausohrsalat (Feldsalat)
- Bettsejer (Bettsäächer): Löwenzahnsalat)
- Schnittlauchsalat
- Grumbeersalat (Kartoffelsalat)
Andere Salate sind hingegen gehaltvoller und offensichtlich nicht vegetarisch oder sogar vegan. Das beginnt schon beim Grumbeersalat, der gern auch mit kräftigen Zutaten wie Eiern, Wurst oder Speck angereichert wird. Beim typisch saarländischen Rindfleischsalat oder dem Lyoner-Fleischsalat stellt sich die Frage nach der Hauptzutat erst gar nicht.
Hauptgerichte
Hoffentlich haben Sie noch Platz im Magen gelassen, denn jetzt geht es erst richtig los. Der Hauptgang wird serviert. Dabei können Sie sich schon einmal eine wichtige Regel merken: Es ist niemals verkehrt, die Speise in reichlich Kappesmeng (Speckrahmsoße) zu ertränken!
Was darf es für Sie sein? Die Empfehlung des traditionellen saarländischen Gasthauses würde lauten: Natürlich Dibbelabbes. Der dicke Kartoffelpfannkuchen ist das Nationalgericht des Saarlandes. Alternativ könnte auch Schales auf dem Teller landen. Es gibt unzählige Alternativen, und eine ist besser als die andere:
- Kappes Durcheinander
- Kerschdscher
- Lyoner Gulasch
- Zwiebelbraten Saarlouis
- Dibbehaas
- Schwenkbraten
Beilagen & Snacks
Nach einem ordentlichen Verdauungsspaziergang geht es nun weiter. Bei einigen der hier aufgelisteten Gerichte bleibt es natürlich Ihrer Interpretation überlassen, ob sie nicht eher zu den Hauptgerichten gezählt werden müssten. Zum Beispiel wäre hier Kirwekabbes zu nennen – ein traditionelles Kirmesessen mit Weißkohl und Schinken, das Sie sonst kaum irgendwo sonst in Deutschland finden werden. Überflüssig zu erwähnen, dass es auch außerhalb der Kirmes-Saison äußerst lecker schmeckt!
Klar ist auf jeden Fall, dass Sie definitiv nicht verhungern, wenn Sie sich an diese Speisefolge halten.
- Speckwaffele (Speckwaffeln)
- Gefillde (gefüllte Kartoffelklöße)
- Hoorische (Haarige, Schlembadde, Grumbeer-Spatze: Kartoffelklöße)
Desserts
Nachdem Sie den Hauptgang beendet haben, ist die Zeit für einen Nachtisch gekommen. Im Saarland freut sich Ihr süßer Zahn, denn auch die Desserts sind einfach himmlisch. Zur Auswahl stehen viele Arten von leckeren Kuchen, die Sie am besten ganz frisch aus dem Ofen genießen.
An erster Stelle sollte hier der Kerscheplotzer genannt werden. Vielleicht haben Sie sich mittlerweile an den saarländischen Dialekt gewöhnt und erahnen schon, dass es sich um einen Kirschkuchen handelt. Womöglich hegen Sie auch schon einen leisen Verdacht, dass dieser wirklich schwer und gehaltvoll ist – das kennen Sie ja nun schon von den Hauptspeisen, Salaten und üppigen Beilagen. Sie dürfen sich aber auch hier darauf verlassen, dass diese Kirschkuchenvariante jedes Kaloriensünde wert ist!
Auch ganz traditionell sind die Fastnachstkrapefen, die im Saarland als Faasentkischelsche oder Faasekiechelner bezeichnet werden. Die schmecken nicht nur zur Fastnachtsaison, sondern immer! Oder Sie schauen in der Dessertkarte einfach nach Quetschekuche, Petzkuchen oder einer Empfehlung des Hauses.
Brotaufstriche
Was im sonstigen Deutschland als Schnitte, Stulle, Bemme oder schlicht als „Scheibe Brot“ bezeichnet wird, ist im Saarland eine Schmeer. Diese schmeckt auch pur gut (besonders, wenn die noch warm und frisch ist), aber so richtig luxuriös wird sie erst durch einen schönen Belag beziehungsweise Brotaufstrich.
Natürlich bietet sich immer die Lyoner an, die im Saarland besonders gut schmeckt. Es gibt aber auch süße oder herzhafte Alternativen. Als süßer Belag ist Sieschmeer äußerst beliebt. Das bedeutet einfach nur Marmelade und ist nicht unbedingt eine regionale Besonderheit, es sei denn, sie wurde aus frischen Früchten hausgemacht. Dann vielleicht doch schon eher Leckmeerich auf´s Brot? Dieses Pflaumenmus wurde stundenlang eingekocht und ist geschmacklich hervorragend.
Mögen Sie es lieber deftig, halten Sie sich am besten an folgende Delikatessen als Brotaufstrich:
- Eierschmier
- Latwerg
- Zwiwwelschmeer
Hauptsach, gudd gess!
Hoffentlich hat es Ihnen allein schon die Vorstellung geschmeckt, die Sie beim Lesen bekommen haben. Leider können Grüche, Aromen und Geschmäcker ja bekanntlich nicht über den Bildschirm zum Leser teleportiert werden. Insofern hilft Ihnen dieser kleine Textbeitrag nur bedingt und kann nur als Appetitanreger dienen. Hoffentlich hat er Ihnen trotzdem gefallen. Wenn Sie den typischen und einmaligen Geschmack der saarländischen Lieblingsgerichte tatsächlich erleben wollen, sollten Sie tatsächlich über einen Besuch vor Ort nachdenken. Ma sieht sich!

