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ADFC erneuert Forderung nach schattiger Allee entlang des Saar-Radwegs

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Angesichts der jüngsten Hitzewelle und steigender Temperaturen im Saarland fordert der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Saarland erneut die Anlage einer Baumallee entlang des Saar-Radwegs. Nach Auffassung des Verbandes könnte eine durchgehende Bepflanzung den meistgenutzten Radweg des Landes besser vor Hitze schützen und zugleich einen Beitrag zur Klimaanpassung leisten.

Hintergrund der Forderung sind die zunehmenden Hitzebelastungen im Saarland. Der ADFC verweist darauf, dass viele Abschnitte des Saar-Radwegs ohne natürlichen Schatten verlaufen und Radfahrer dort insbesondere an heißen Sommertagen der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Bäume könnten den Weg beschatten und durch die Verdunstung von Wasser zusätzlich für eine spürbare Abkühlung sorgen.

Der Landesvorsitzende des ADFC Saar, Thomas Fläschner, erklärte, das vom Verband entwickelte Alleen-Konzept stoße zwar vielerorts auf Zustimmung, konkrete Schritte zur Umsetzung seien bislang jedoch nicht erkennbar.

Nach Einschätzung des ADFC hätte eine Allee entlang des Saar-Radwegs mehrere positive Effekte. Neben einer besseren Anpassung an die Folgen des Klimawandels könnte sie auch den Tourismus und den Alltagsradverkehr fördern. Darüber hinaus würden Spaziergänger und Jogger von den zusätzlichen Schattenbereichen profitieren. Angesichts der anhaltenden Baustellen auf der A620 könnte ein attraktiver gestalteter Radweg zudem mehr Menschen zum Umstieg auf das Fahrrad bewegen.

Als Vorbilder nennt der Verband vergleichbare Projekte in Wien, München und Stuttgart sowie einen klimaangepassten Radweg in der Lausitz, der im vergangenen Jahr eröffnet wurde. Für die Finanzierung sieht der ADFC unter anderem Möglichkeiten über Förderprogramme des Bundes zum natürlichen Klimaschutz. Auch bürgerschaftliches Engagement könne einen Beitrag zur Umsetzung leisten.

Der Verband räumt zugleich ein, dass vor einer Realisierung verschiedene Fragen geklärt werden müssten. Dazu zählen Grundstücksverhältnisse, unterirdische Leitungen, die Auswahl geeigneter Baumarten sowie Maßnahmen, um spätere Schäden am Radweg durch Wurzelwachstum zu vermeiden.

Als ersten Schritt schlägt der ADFC deshalb die Erstellung einer Machbarkeitsstudie durch ein Landschaftsplanungsbüro vor. Da Bäume erst über Jahrzehnte ihre volle Wirkung entfalten, sei ein zeitnaher Projektbeginn aus Sicht des Verbandes besonders wichtig.

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