Der Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme wird auch 2026 vom Staat großzügig unterstützt. Wer seine alte Öl- oder Gasheizung gegen eine moderne Wärmepumpe austauscht, kann von Zuschüssen von bis zu 70 Prozent profitieren. Doch neben der bundesweiten Förderung bieten auch die einzelnen Bundesländer zusätzliche Fördermöglichkeiten. Wir geben einen umfassenden Überblick über die Heizungsförderungen 2026.
Bundesweite Förderung
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bleibt auch 2026 das zentrale Förderprogramm für den Heizungstausch in Deutschland. Private Eigentümer können über das KfW-Programm 458 „Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude“ attraktive Zuschüsse beantragen.
Die Förderbausteine im Überblick:
- Grundförderung (30 %): Für alle Wärmepumpen einkommensunabhängig
- Klimageschwindigkeitsbonus (20 %): Beim Austausch funktionierender Gas-, Öl-, Strom- oder Kohleheizungen
- Effizienzbonus (5 %): Für Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln wie R290
- Einkommensbonus (30 %): Für Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unter 40.000 Euro
Alle Boni können miteinander kombiniert werden, der Gesamtfördersatz ist auf 70 % begrenzt.
Regionale Förderungen: Diese Zuschüsse bieten die Bundesländer
Zusätzlich zur bundesweiten KfW-Förderung unterstützen viele Bundesländer den Umstieg auf Wärmepumpen mit eigenen Programmen.
Wärmepumpen-Förderungen im Saarland
Die Wärmepumpen-Förderung im Saarland bietet verschiedene Darlehens-Programme für Modernisierungsmaßnahmen an. Die saarländische Wohnraumförderung unterstützt sowohl Vermieter als auch Selbstnutzer mit zinsgünstigen Darlehen bis zu 80.000 Euro je Wohneinheit für Mietwohnungen und 70.000 Euro für selbstgenutztes Eigentum.
Wärmepumpen-Förderung Rheinland-Pfalz
Rheinland-Pfalz unterstützt Eigentümer mit Darlehen von maximal 100.000 Euro für Vier-Personen-Haushalte und mit einem Zuschlag von 5.000 Euro für jedes weitere Haushaltsmitglied. Für Mietwohnungen sind Darlehen bis zu 140.000 Euro ohne Effizienzhaus-Standard oder 175.000 Euro bei Erreichen eines Effizienzhaus-Standards von mindestens 85 nach BEG möglich.
Wärmepumpen-Förderung Baden-Württemberg
Baden-Württemberg fördert über die L-Bank mit mehreren Programmen: „Klimaschutz-Plus“ bietet 50 Euro pro eingesparter Tonne CO₂ bei bis zu 30 Prozent der Kosten (3.000 bis 200.000 Euro). Das Kombidarlehen Wohnen mit Klimaprämie stellt 5.000 bis 200.000 Euro pro Wohneinheit bereit. Die Mietwohnungsfinanzierung BW bietet einen Sollzins von 1,00 Prozent pro Jahr plus 3 Prozent Tilgungszuschuss für energetische Sanierungen.
Wärmepumpen-Förderung Bayern
Bayern bietet zwar keine speziellen Wärmepumpen-Programme, dafür aber umfassende Energieeffizienz-Förderungen: Die BayernLabo unterstützt die Modernisierung von Mietwohnungen mit zinsgünstigen Darlehen und Zuschüssen bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten. Der Basiszuschuss beträgt höchstens 200 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, für nachhaltige Maßnahmen gibt es weitere 200 Euro. Das WEG-Modernisierungsprogramm deckt maximal 85 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten ab.
Wärmepumpen-Förderung Hessen
Hessen fördert über die WIBank mit der „Energetischen Förderung HEG“ Zuschüsse von 30, 50 oder 100 Prozent der förderfähigen Kosten. Die „Soziale Mietwohnraumförderung: Modernisierung“ bietet ein zinsgünstiges Darlehen, das bis zu 75 Prozent der förderfähigen Kosten abdeckt, mit einem Finanzierungszuschuss von 30 Prozent des bewilligten Darlehens.
Förderung Wärmepumpe Nordrhein-Westfalen
NRW bietet über die NRW.BANK verschiedene Programme: Der Effizienzkredit fördert Unternehmen bei der Modernisierung von Heizungsanlagen, während „Progres.nrw“ individuelle Zuschüsse für förderfähige Maßnahmen ab 350 Euro bereitstellt. Die NRW.BANK-Gebäudesanierung unterstützt Privatpersonen mit Darlehen in Höhe von 100 Prozent der Investitionskosten (Mindestbetrag 2.500 Euro, maximal 150.000 Euro) Zusätzlich steht eine Eigentumsförderung mit Darlehen in Höhe von maximal 220.000 Euro zur Verfügung.
Förderung Wärmepumpe Niedersachsen
Die NBank in Niedersachsen bietet ein Eigentumsförderungsprogramm mit Darlehen bis zu 75.000 Euro für Neubau oder Erwerb, zuzüglich 7.500 Euro pro Kind oder Mensch mit Behinderung sowie einem Zuschuss von 3.000 Euro pro Kind. Nach der Modernisierung muss das energetische Niveau des KfW-Effizienzhauses 70 erreicht werden. In der Region Hannover gibt es über den enercity-Fonds proKlima zusätzliche kommunale Zuschüsse, die ab Januar 2026 mit neuen Konditionen fortgesetzt werden.
Förderung Wärmepumpe Schleswig-Holstein
Schleswig-Holstein bietet den „Bürgerenergiefonds Schleswig-Holstein“ mit Zuwendungen bis 200.000 Euro (Mindestbetrag 10.000 Euro) für Personenzusammenschlüsse, die gemeinsam Bürgerenergieprojekte realisieren möchten. Das „Landesprogramm Wirtschaft 2021–2027 – Nachhaltige Wärmeversorgungssysteme“ fördert Investitionen in nachhaltige Wärme- und Kälteversorgungssysteme mit Zuschüssen von 50 Prozent (Mindestinvestition 50.000 Euro, Höchstgrenze 1 Million Euro).
Förderung Wärmepumpe Mecklenburg-Vorpommern
Mecklenburg-Vorpommern unterstützt zwei Klimaschutz-Programme für nicht-wirtschaftliche und wirtschaftliche Organisationen: Nicht rückzahlbare Zuschüsse durch Anteilsfinanzierungen zwischen 25 und 70 Prozent der förderfähigen Kosten für Kommunen und Vereine. Für Unternehmen variiert die Förderhöhe zwischen 30 und 70 Prozent, wobei förderfähige Ausgaben mindestens 20.000 Euro betragen müssen.
Wärmepumpen-Förderung Brandenburg
Brandenburg fördert Sanierungsmaßnahmen über die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) mit zwei zentralen Programmen. Das Programm „Wohneigentum – Nachhaltige Modernisierung und Instandsetzung“ unterstützt Privatpersonen mit einem Zuschuss von 30.000 Euro sowie einem zinsfreien Darlehen von bis zu einer Darlehensobergrenze von 230.000 Euro.
Für Mietwohnungen umfasst die Förderung 300 Euro Zuschuss je Quadratmeter Wohnfläche sowie zinsfreie Darlehen mit einer Fördergrenze von 2.000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Bei einer Zweckbindung von 35 Jahren erhöht sich der Zuschuss um weitere 200 Euro je Quadratmeter.
Wärmepumpen-Förderung Sachsen
Sachsen stellt über die Sächsische Aufbaubank (SAB) Förderergänzungsdarlehen sowie das Programm „Nachhaltiges Kommunaldarlehen“ bereit. Letzteres bietet zinsverbilligte Darlehen bis zu einer Höhe von 20 Millionen Euro für Gebietskörperschaften und kommunale Zweckverbände, die in nachhaltige Investitionen und Klimaschutz investieren möchten.
Wärmepumpen-Förderung Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalt unterstützt über das Programm „Sachsen-Anhalt MODERN“ Privatpersonen sowie Vermieter bei der Modernisierung von Immobilien, einschließlich altersgerechtem Umbau und energieeffizienter Sanierung, mit maximal 50.000 Euro pro Wohneinheit (Mindestdarlehenshöhe 10.000 Euro). Das „IB-Bau und Modernisierungsdarlehen“ richtet sich an KMUs und Freiberufler mit Darlehen zwischen 25.000 und 3 Millionen Euro.
Wärmepumpen-Förderung Thüringen
Thüringen unterstützt kleine und mittlere Unternehmen sowie kommunale Betriebe über das Programm „GreenInvest Ress“ mit Beratungsleistungen und finanzieller Unterstützung für Investitionen, die auf eine nachhaltige Betriebsgestaltung abzielen. Die Förderung umfasst sowohl Beratung als auch Investitionsvorhaben im Bereich Ressourcenschonung und Energieeffizienz.
Wärmepumpen-Förderung Hamburg
Hamburg fördert über die IFB Hamburg mit verschiedenen Programmen: Das Hamburger Klimaschutzgesetz verpflichtet zur Installation von PV-Anlagen in Neubauten seit 2023 und bei Dachsanierungen ab 2024. Das Förderprogramm „Erneuerbare Wärme“ bietet 125 Euro pro Kilowatt für Wasser- und Sole-Wärmepumpen sowie 90 Euro pro Kilowatt für Luft-Wasser-Wärmepumpen. Zusätzlich stehen IFB-Modernisierungsdarlehen bis zu 25.000 Euro und WEGfinanz-Programme mit 5.000 bis 35.000 Euro pro Wohnungseigentümer zur Verfügung.
Wärmepumpen-Förderung Berlin
Berlin unterstützt über die Investitionsbank Berlin (IBB) mit drei Programmen: Das ENEO-Programm senkt Energiekosten durch Energieberatung und -gutachten mit Zuschüssen bis zu 2.000 Euro je nach Wohneinheitsanzahl. „IBB Wohnraum modernisieren“ bietet zinsgünstige Kredite bis 100.000 Euro pro Wohneinheit. Ergänzend bietet die „IBB Energetische Gebäudesanierung“ Fördermittel in einer Höhe von 150.000 Euro je Wohneinheit.
Wärmepumpen-Förderung Bremen
Bremen fördert die Modernisierung von Mietwohnungen mit zinsverbilligten Darlehen innerhalb eines Finanzierungsrahmens von 150.000 Euro je Wohneinheit sowie Kostenzuschüssen in Höhe von 35.000 Euro. Voraussetzung ist, dass nach der Modernisierung mindestens der Standard KfW-Effizienzhaus 85 erreicht wird.
Fazit: Jetzt von maximaler Förderung profitieren
Die Heizungsförderung 2026 bietet attraktive Möglichkeiten für den Umstieg auf klimafreundliche Wärmepumpen. Neben der bundesweiten KfW-Förderung von max. 70 Prozent lohnt sich ein Blick auf die regionalen Förderprogramme der Bundesländer. Durch geschickte Kombination von Bundes- und Landesförderungen lassen sich die Investitionskosten erheblich reduzieren. Wichtig ist, den Förderantrag vor Beginn der Maßnahme zu stellen und die technischen Voraussetzungen zu erfüllen – dann steht dem klimafreundlichen Heizen nichts mehr im Wege.


