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Hitze setzt Saar unter Druck

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Die anhaltende Hitze wirkt sich zunehmend auf die Gewässer im Saarland aus. Nach Angaben des Umweltministeriums liegen die Wassertemperaturen der Saar derzeit zwischen 24,3 und 29,1 Grad Celsius. Der höchste Wert wurde an der Messstation in Lisdorf registriert. Damit werden an mehreren Stellen Temperaturen erreicht oder überschritten, die über dem Grenzwert für einen guten ökologischen Zustand des Flusses liegen.

Besonders kritisch ist die Situation in den langsam fließenden Abschnitten der Saar. Dort haben Untersuchungen des Landesamtes für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) ein verstärktes Algenwachstum festgestellt. In der Stauhaltung Lisdorf wurde eine erhöhte Konzentration von Blaualgen gemessen. Der dort ermittelte Wert überschritt die zweite Warnstufe des Umweltbundesamtes für Badegewässer.

In anderen Abschnitten der Saar wurden deutlich geringere Blaualgenkonzentrationen festgestellt. Zwar zeigte sich etwa im Bereich Burbach eine starke Algenentwicklung, nach Angaben des LUA handelt es sich dort jedoch überwiegend um Grün- und Kieselalgen, die als ungiftig gelten. Die derzeit sichtbare Grünfärbung des Wassers ist auf diese Algenblüte zurückzuführen.

Die starke Algenproduktion beeinflusst zugleich die Wasserchemie. In mehreren Abschnitten wurden erhöhte pH-Werte von bis zu 9,6 gemessen. Gleichzeitig kommt es zu einer starken Sauerstoffanreicherung des Wassers. Die Messungen ergaben stellenweise Sauerstoffsättigungen von mehr als 200 Prozent.

Ein Sauerstoffmangel, der insbesondere im Sommer häufig zu Fischsterben führen kann, wird daher kurzfristig nicht erwartet. Allerdings weisen Fachleute darauf hin, dass auch eine zu hohe Sauerstoffkonzentration problematisch sein kann. Bei Fischen können dadurch Gasbläschen entstehen, die zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

Weniger angespannt ist die Lage derzeit in den Bereichen Güdingen, Mettlach und Saarhölzbach. Dort bewegen sich Temperaturen und pH-Werte nach Angaben des LUA bislang noch in einem für Fische verträglichen Bereich.

Eine Entspannung der Situation zeichnet sich nach der aktuellen Wetterprognose vorerst nicht ab. Das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz will die Entwicklung der Saar deshalb weiterhin engmaschig überwachen.

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