StartUmwelt, Solar und VerkehrSolarstrom-Rekord im Saarland: Höchste Erträge pro Anlage im Jahr 2025

Solarstrom-Rekord im Saarland: Höchste Erträge pro Anlage im Jahr 2025

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Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer im Saarland haben im Jahr 2025 bundesweit die höchsten Solarstromerträge pro Photovoltaikanlage erzielt. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Energieunternehmens E.ON hervor, die auf Daten des Deutschen Wetterdienstes basiert. Demnach produzierte eine durchschnittliche private Solaranlage im Saarland rund 10.900 Kilowattstunden Strom und lag damit knapp vor Bayern und weiteren süddeutschen Bundesländern.

Nach Angaben von E.ON erreichte das Saarland damit den Spitzenplatz in der bundesweiten Auswertung. Filip Thon, CEO von E.ON Deutschland, erklärte: „Eine durchschnittliche private Solaranlage konnte im Saarland fast 11.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Das ist mehr als in jedem anderen Bundesland und platziert das Saarland sogar noch knapp vor dem Photovoltaikland Bayern.“

Die erzeugte Strommenge entspricht rechnerisch etwa dem Jahresbedarf einer vierköpfigen Familie in einem modernen Einfamilienhaus, wenn zusätzlich Wärmepumpe und Elektroauto genutzt werden. Im bundesweiten Durchschnitt erzeugte eine vergleichbare Anlage rund 10.378 Kilowattstunden Strom.

Neben der Stromproduktion weist die Analyse auch positive Effekte für den Klimaschutz aus. Laut Berechnung konnten private Solaranlagen im Saarland durchschnittlich rund 7,5 Tonnen CO₂ im Jahr einsparen. Damit liegt das Bundesland ebenfalls über dem bundesweiten Durchschnitt von etwa 7,2 Tonnen.

Auch bei der monatlichen Stromerzeugung erreichte das Saarland den Spitzenwert. Im Mai 2025 produzierten private Dachanlagen durchschnittlich rund 1.605 Kilowattstunden Solarstrom. Rheinland-Pfalz und Bremen folgten mit etwas geringeren Erträgen.

E.ON sieht in der zunehmenden Kombination von Photovoltaikanlagen mit Batteriespeichern, Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen einen wichtigen Trend. Thon betonte: „Immer mehr Solar-Haushalte verfügen über Batteriespeicher, E-Auto oder Wärmepumpe. Diese Geräte sollten die Menschen smart steuern; das ist nicht nur gut für das gesamte Energiesystem, die Haushalte profitieren dadurch auch selbst finanziell.“ Der Energieversorger verweist in diesem Zusammenhang auf steuerbare Stromtarife, die nach eigenen Angaben zusätzliche Einsparpotenziale bieten können.

In der bundesweiten Rangliste folgen hinter dem Saarland Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. Während Bayern im Vorjahr noch den Spitzenplatz innehatte, fiel der Freistaat 2025 knapp auf Rang zwei zurück.

Für die Auswertung wurde laut E.ON eine durchschnittliche private Photovoltaikanlage mit einer Leistung von zehn Kilowattpeak zugrunde gelegt. Grundlage der Berechnungen waren meteorologische Daten des Deutschen Wetterdienstes sowie Verbrauchs- und Emissionswerte verschiedener Bundesbehörden.

Die Ergebnisse unterstreichen nach Einschätzung des Unternehmens die Bedeutung privater Photovoltaikanlagen für die Energiewende und den Klimaschutz. Gleichzeitig zeigen sie, dass regionale Wetterbedingungen und technische Ausstattung maßgeblich über die Stromerträge entscheiden können.

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