Freitag, März 5, 2021

Saarpfalz-Kreis: Unterbringung im Pflegeheim vergleichsweise günstig

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Die Menschen im Saarpfalz-Kreis müssen im Durchschnitt weniger für die Unterbringung in einem Pflegeheim zahlen als im Landesdurchschnitt. Das zeigt der Pflegereport der BARMER, den die Universität Bremen erstellt hat. Hansjörg Lambrix, Regionalgeschäftsführer der BARMER in Homburg, sagt: „Zugespitzt formuliert lässt sich sagen, dass es von der Postleitzahl abhängt, wie viel Pflegeheimbewohner im Saarland bezahlen müssen.“

Laut Pflegereport zahlen die Bewohner von Pflegeheimen im Saarpfalz-Kreis einen Gesamteigenanteil von durchschnittlich 2.154 Euro im Monat. Am höchsten ist der Gesamteigenanteil innerhalb des Saarlands im Landkreis St. Wendel mit 2.312 Euro pro Monat, am niedrigsten im Landkreis Saarlouis mit 2.138 Euro. Der Landesdurchschnitt liegt bei 2.194 Euro (Stand 2017).

Einrichtungseinheitlicher Eigenanteil ist Hauptkostentreiber

Der Gesamteigenanteil, den Pflegeheimbewohner zahlen müssen, setzt sich zusammen aus einem einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE), den Kosten für Verpflegung und Unterkunft sowie den Investitionskosten. „Hauptkostentreiber für die Unterbringung im Pflegeheim ist der EEE“, erklärt Lambrix. Er ist im Saarland mit einem Durchschnittswert von 869 Euro pro Monat bundesweit am höchsten. Im Saarpfalz-Kreis liegt er bei 859 Euro. Im Saarland ist der EEE im Landkreis Merzig-Wadern mit durchschnittlich 829 Euro am geringsten und im Landkreis Neunkirchen mit 971 Euro am höchsten.

Laut Lambrix sei es nicht immer leicht, eine geeignete Pflegeeinrichtung zu finden. Nicht nur die Wohnortnähe sei ein wichtiges Suchkriterium, sondern auch das Leistungsangebot oder die anfallenden Kosten. „Eine wichtige Hilfe kann der Pflegelotse sein. Über ihn kann man sich Pflegeheime in der Nähe anzeigen lassen und sie zum Beispiel hinsichtlich Größe oder Lage miteinander vergleichen“, meint Lambrix. Mehr Informationen: www.pflegelotse.de.

Regionalverband Saarbrücken

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