Anlässlich des 40. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl laden die Union Stiftung und das Ukrainisch-Deutsches Kultur- und Bildungszentrum im Saarland „KOD“ e.V. zu einer Buchvorstellung, Filmvorführung und Diskussion nach Saarbrücken ein.
Die Veranstaltung findet am Samstag, 25. April 2026, um 17 Uhr im soziokulturellen Zentrum Breite63 statt. Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nach Angaben der Veranstalter erforderlich.
Im Mittelpunkt steht das im März auf Deutsch erschienene Buch „Reaktoren explodieren nicht. Eine kurze Geschichte der Tschernobyl-Katastrophe“. Darin rekonstruieren die ukrainischen Autoren Kateryna Mikhalitsyna und Stanislav Dvornytskyi die Ereignisse rund um die Katastrophe vom 26. April 1986 und beleuchten deren Folgen bis in die Gegenwart.
Vor der Buchvorstellung wird der Dokumentar-Kurzfilm Tschernobyl 22 gezeigt. Der rund 20-minütige Film basiert auf heimlich aufgenommenem Videomaterial aus der Sperrzone von Tschernobyl während der russischen Besetzung Anfang 2022. Thematisiert werden Erfahrungen von Beschäftigten des Kernkraftwerks während dieser Zeit.
An der anschließenden Diskussion nehmen Alexander Fridmann, Dozent für Neuere Geschichte und Osteuropäische Geschichte an den Universitäten Saarbrücken und Düsseldorf, sowie Maksym Soroka teil. Soroka ist wissenschaftlicher Leiter des ukrainischen Forschungslabors Dovkola.
Die Veranstalter wollen mit dem Abend nach eigenen Angaben an die Folgen von Tschernobyl erinnern und zugleich aktuelle Fragen zu Verantwortung, Informationsfreiheit und nuklearer Sicherheit in den Blick nehmen.

