Wadern. Eine nächtliche Verfolgungsfahrt durch mehrere Ortschaften im Hochwald hat am Mittwochabend für Aufsehen gesorgt. Gegen 22:40 Uhr lieferte sich der Fahrer eines silbernen VW Golf eine riskante Flucht mit einem Streifenwagen der Polizeiinspektion Nordsaarland – mit teils gefährlichen Situationen für andere Verkehrsteilnehmer.
Die Fahrt führte laut Polizei unter anderem durch die Orte Wadern, Bardenbach, Limbach, Steinberg, Weiskirchen und Mitlosheim. Besonders brisant wurde die Situation in Gehweiler: Dort musste ein bislang unbekannter Verkehrsteilnehmer einem entgegenkommenden Fahrzeug ausweichen, um eine Frontalkollision zu verhindern.
Auch eine eingerichtete Polizeisperre konnte den Flüchtenden zunächst nicht stoppen. In Rappweiler durchbrach der Fahrer die Absperrung. Dabei geriet eine Polizeibeamtin in akute Gefahr und musste zur Seite springen, um nicht von dem Fahrzeug erfasst zu werden.
Erst in Mitlosheim gelang es den Einsatzkräften schließlich, den Wagen zu stoppen. Am Steuer saß ein 20-jähriger Mann, der nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Zudem stand er nach ersten Erkenntnissen unter dem Einfluss berauschender Mittel.
Bei der Kontrolle stellte die Polizei weitere Verstöße fest: Im Fahrzeug führte der Mann eine Machete mit, außerdem waren die am Wagen angebrachten Kennzeichen zuvor entwendet worden. Gegen den Fahrer wurden entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet. Er wurde vorübergehend in Gewahrsam genommen.
Die Polizei bittet nun Zeugen sowie mögliche Geschädigte, sich bei der Polizeiinspektion Nordsaarland zu melden. Insbesondere der Verkehrsteilnehmer, der in Gehweiler ausweichen musste, könnte wichtige Hinweise zum Ablauf der Verfolgungsfahrt geben.

