Das neue Heizungsgesetz der Bundesregierung lässt nichts Gutes ahnen. Auch in Zukunft wird in den Heizungskeller hineinregiert. Schon die Ampelkoalition hatte sich mit ihrem Gebäudeenergiegesetz die Finger verbrannt, weil sie verfügt hatte, dass ab 2028 jede neu eingebaute Heizung einen Anteil von 65 Prozent erneuerbare Energie vorweisen muss. Das hätte nur mit Wärmepumpen funktioniert, egal wie sinnvoll sie im Einzelfall sind – ein Horror für viele Eigentümer betagter Häuser. Der Ampel war das herzlich egal. Mit dem neuen Regelwerk wird es nicht besser. Gas- und Ölheizungen sollen zwar weiter eingebaut werden dürfen, doch es muss ein steigender Anteil von Biomethan oder Bioöl beigemischt werden. Wo der herkommen soll, ist völlig offen.
Außerdem sollen die Vermieter an der künftigen Heizkosten-Entwicklung kräftig beteiligt werden. Für viele Saarländer ist das eine Katastrophe. 80 Prozent der Vermieter im Land sind Privatleute, die sich ihre Mietobjekte vom Mund abgespart haben, um neben der Rente ein weiteres Einkommen zu haben. Wenn sich diese Kleinvermieter an den Energiekosten ihrer Mieter beteiligen müssen, auch wenn diese im Winter sommerlich luftig durch die Wohnung laufen, bleibt für Sanierung und Modernisierung kaum Geld übrig. Die heute schon alten Wohngebäude – 81 Prozent wurden zwischen 1948 und 1990 gebaut – gammeln weiter vor sich hin.
Ein Heizungsgesetz braucht niemand, weder das alte noch das neue. Dem Einzelnen sollte es selbst überlassen bleiben, wie er seine Heizkosten in den Griff bekommt, egal ob der die Geschossdecken oder das Dach dämmt, die Fenster auswechselt oder – wenn nötig – eine neue Heizung einbaut. Die Hauptsache ist, dass die Bewohner zu vertretbaren Kosten warm über den Winter kommen. Dass die Öko-Lobbyisten jetzt wieder den Klimaschutz bedroht sehen, kann man als betrachten, was es ist: Geheul um den schmerzhaften Abschied von gut gefüllten Fördertöpfen.

