StartPanoramaWarum ist der 1. November ein Feiertag?

Warum ist der 1. November ein Feiertag?

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Der 1. November ist in vielen Regionen Europas ein stiller und zugleich bedeutender Feiertag: An Allerheiligen gedenken Christinnen und Christen aller Heiligen – jener Menschen, die nach kirchlicher Überlieferung durch ein vorbildliches Leben Gott besonders nahegekommen sind. Das Fest geht auf das 4. Jahrhundert zurück, als in Rom erstmals ein Gedenktag für die Märtyrer eingeführt wurde. Später, im 8. Jahrhundert, legte Papst Gregor III. den 1. November als Termin fest. Seitdem gilt er in weiten Teilen der westlichen Kirche als Tag des Gebets, der Erinnerung und des stillen Dankes. In katholisch geprägten Regionen wie dem Saarland ist Allerheiligen auch ein staatlich anerkannter Feiertag. Kirchen und Friedhöfe sind an diesem Tag gut besucht, viele Menschen schmücken die Gräber ihrer Angehörigen mit Blumen und zünden Kerzen an. Das Gedenken an die Toten gehört eng zum Charakter des Feiertags, auch wenn der eigentliche Totensonntag erst Ende November begangen wird.

In der Großregion Saar-Lor-Lux ist Allerheiligen unterschiedlich geregelt. Im Saarland bleiben Geschäfte, Schulen und Behörden geschlossen, ebenso in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Luxemburg begeht den 1. November ebenfalls als gesetzlichen Feiertag – hier ruhen öffentliche Dienste, Banken und der Einzelhandel weitgehend. Auch in Belgien ist der Tag arbeitsfrei, dort gilt er als einer der wichtigsten Feiertage im Jahreskalender. In Frankreich, das den „La Toussaint“ feiert, sind ebenfalls viele Geschäfte geschlossen, wenngleich in touristischen Gebieten und größeren Städten teils Ausnahmen bestehen. Anders ist die Lage jenseits der Landesgrenzen in Rheinland-Pfalz oder Hessen: Während in Rheinland-Pfalz Feiertagsruhe herrscht, ist in Hessen Allerheiligen kein arbeitsfreier Tag – dort bleiben Supermärkte und Einkaufszentren geöffnet.

Der 1. November steht somit nicht nur für einen religiösen, sondern auch für einen kulturell geprägten Moment der Besinnung. Zwischen goldenen Herbsttagen und dem Beginn der dunklen Jahreszeit lädt er dazu ein, innezuhalten und den Verstorbenen zu gedenken – bevor wenige Tage später, am 11. November, mit dem Martinstag und dem Beginn der Karnevalssession wieder lautere Töne erklingen.

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