- Pneumologen weisen auf hohe Zahl rauchbedingter Erkrankungen hin
- Klinik sieht auch E-Zigaretten kritisch und warnt vor gesundheitlichen Risiken
- Persönliche Beratung zu Rauchstopp und Entwöhnungsmöglichkeiten wird angeboten
Anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai macht das CaritasKlinikum Saarbrücken auf die gesundheitlichen Folgen des Rauchens aufmerksam und bietet Interessierten Unterstützung beim Ausstieg aus dem Tabakkonsum an.
Nach Angaben des Klinikums erkranken im Saarland jedes Jahr mehr als 7.000 Menschen an bösartigen Tumoren. Über 3.200 Saarländerinnen und Saarländer sterben jährlich an den Folgen einer Krebserkrankung. Die häufigste Krebsart bei Männern und Frauen ist dabei Lungenkrebs mit mehr als 1.000 Neuerkrankungen pro Jahr.
Dr. Constantin Marcu, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, verweist auf den engen Zusammenhang zwischen Rauchen und schweren Lungenerkrankungen. Lungenkrebs sowie die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) gehörten zu den häufigsten Krankheitsbildern seiner Abteilung. Nach seinen Angaben seien mehr als 90 Prozent der dort behandelten Patientinnen und Patienten aktive oder ehemalige Raucher.
Auch E-Zigaretten betrachtet der Mediziner kritisch. Aktuelle Studien, die auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie vorgestellt wurden, deuteten darauf hin, dass viele Nutzer zusätzlich weiterhin herkömmliche Zigaretten konsumierten. Die Kombination könne besonders schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben. E-Zigaretten könnten allenfalls als Übergangslösung dienen, jedoch etablierte Methoden zur Raucherentwöhnung nicht ersetzen.
Neben langfristigen Erkrankungen weisen die Mediziner auch auf unmittelbare Auswirkungen des Rauchens hin. Sophia Christoph, Assistenzärztin der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Notfallmedizin, erklärt, dass Raucher häufig Probleme beim Aufwachen aus einer Narkose hätten. Ursache sei unter anderem eine verstärkte Schleimbildung in den Atemwegen.
Das CaritasKlinikum bietet Menschen, die mit dem Rauchen aufhören möchten, individuelle Beratungsgespräche an. Dabei sollen verschiedene Möglichkeiten der Entwöhnung vorgestellt werden – von Nikotinpflastern über medikamentöse Therapien bis hin zu alternativen Ansätzen. Nach Angaben des Klinikums werden viele dieser Maßnahmen inzwischen von den Krankenkassen unterstützt.
Interessierte können sich für ein persönliches Beratungsgespräch mit Dr. Constantin Marcu per E-Mail an pneumologie@caritasklinikum.de anmelden.

