Das grenzüberschreitende Wasserstoffprojekt PACT-H2 erhält eine Förderzusage der Europäischen Union. Ziel des Vorhabens ist es, den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in der Großregion besser zu koordinieren und den Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Bevölkerung zu stärken. Koordiniert wird das Projekt von der Saarländischen Wasserstoffagentur H2Saar gemeinsam mit Partnern aus Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg.
Für das auf drei Jahre angelegte Projekt stehen insgesamt rund drei Millionen Euro zur Verfügung. Etwa 1,7 Millionen Euro stammen aus EU-Fördermitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Das saarländische Wirtschaftsministerium beteiligt sich mit 500.000 Euro, während weitere Mittel von den beteiligten Projektpartnern eingebracht werden.
Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums soll die Initiative dazu beitragen, den Hochlauf der Wasserstofftechnologie in der Region stärker grenzüberschreitend zu organisieren. Wirtschaftsminister Jürgen Barke bezeichnete Wasserstoff als wichtigen Baustein für Versorgungssicherheit, stabile Energiepreise und Klimaschutz. Eine enge Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg sei Voraussetzung für ein leistungsfähiges europäisches Wasserstoff-Ökosystem.
Auch die Saarländische Wasserstoffagentur sieht in dem Projekt einen Schritt zur engeren Vernetzung der beteiligten Akteure. Geschäftsführerin Dr. Bettina Hübschen betonte, dass neben technischen und wirtschaftlichen Fragen auch die gesellschaftliche Akzeptanz eine zentrale Rolle spiele.
Im Rahmen von PACT-H2 sollen daher unter anderem Strategien der beteiligten Regionen aufeinander abgestimmt, Informationsangebote entwickelt und Bürgerdialoge organisiert werden. Zudem ist der Aufbau gemeinsamer Plattformen geplant, um den Austausch über Chancen und Herausforderungen der Wasserstofftechnologie zu fördern.
Ein erstes Treffen der Projektpartner fand bereits Anfang März statt. Dabei wurden organisatorische Grundlagen geschaffen und die nächsten Schritte der Zusammenarbeit vereinbart. Mit der Förderung verbindet sich die Erwartung, den Ausbau klimafreundlicher Energietechnologien in der Großregion voranzubringen und neue Impulse für wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung zu setzen.


