Im Saarland sind im Jahr 2025 so viele Unternehmen gegründet worden wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums wurden insgesamt 3.640 Gründungen registriert.
Gegenüber dem Jahr 2024 mit 3.310 Gründungen entspricht dies einem Zuwachs von rund zehn Prozent. Damit liegt das Saarland laut Ministerium leicht über dem bundesweiten Durchschnitt, der mit etwa 9,7 Prozent angegeben wird.
Jürgen Barke wertete die Entwicklung als positives Signal für den Wirtschaftsstandort. Die Zahlen zeigten, dass das Saarland für Gründerinnen und Gründer attraktiv sei und gute Rahmenbedingungen für neue Unternehmen biete.
Nach Angaben des Ministeriums wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Programme zur Förderung von Existenzgründungen aufgebaut oder erweitert. Genannt werden unter anderem das Starter-Stipendium, der Saarland Accelerator sowie Finanzierungsangebote wie das Startkapitalprogramm, Nachrangdarlehen und das Förderinstrument Regio Inno Growth.
Zudem verweist das Ministerium auf das Projekt „SouthwestX – The Bridge to Innovation“, das beim bundesweiten Wettbewerb „Startup-Factories“ ausgezeichnet worden sei. Damit solle insbesondere das Umfeld für technologieorientierte Neugründungen gestärkt werden.
Als zentrales Instrument der Gründungsförderung nennt die Landesregierung die Saarland Offensive für Gründung (SOG). Diese kombiniere finanzielle Unterstützung mit Beratungs-, Coaching- und Qualifizierungsangeboten. Auch Veranstaltungen wie die Gründungsmesse „erfolg“ sollen laut Ministerium zur positiven Entwicklung beitragen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt nach Angaben des Wirtschaftsministeriums auf der Förderung von Gründerinnen. Frauen sollten gezielt beim Schritt in die Selbstständigkeit unterstützt werden.
In diesem Zusammenhang findet am Freitag, 24. April, ab 13 Uhr ein Gründerinnentag in der Industrie- und Handelskammer Saarland statt. Dort sollen Informationen, Austauschmöglichkeiten und Unterstützungsangebote für Frauen mit Gründungsinteresse im Mittelpunkt stehen.


