Die Stadt St. Ingbert hat sich der Initiative „Bürgermeister für einen starken Automobilstandort“ angeschlossen. Gemeinsam mit zahlreichen Kommunen fordert sie von der Europäischen Kommission eine schnellere Umsetzung industriepolitischer Maßnahmen zur Unterstützung der Automobil- und Zulieferindustrie.
Die Initiative wurde von den Oberbürgermeistern der Städte Stuttgart, Wolfsburg, Friedrichshafen und Saarbrücken ins Leben gerufen. Nach eigenen Angaben vertritt sie inzwischen zahlreiche Standorte in Deutschland, in denen mehr als 800.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt von der Automobilbranche abhängen.
Die beteiligten Kommunen appellieren an die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, das geplante europäische Maßnahmenpaket für die Automobilindustrie zügig voranzutreiben. Gefordert werden unter anderem verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmen, Technologieoffenheit sowie Maßnahmen zum Erhalt industrieller Arbeitsplätze.
Auch für St. Ingbert hat die Branche nach Angaben der Stadt eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung. Viele Menschen aus der Stadt und der Region seien in der Automobilindustrie oder bei Zulieferbetrieben beschäftigt. Entwicklungen in diesem Wirtschaftszweig wirkten sich daher unmittelbar auf Beschäftigung und regionale Wertschöpfung aus.
Die Initiative verweist auf den hohen Wettbewerbsdruck, unter dem die europäische Automobilindustrie stehe. Als Herausforderungen nennt sie unter anderem hohe Energiepreise, zunehmende regulatorische Anforderungen und geopolitische Unsicherheiten. Nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie seien seit 2019 rund 100.000 Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie verloren gegangen.
Mit ihrem Beitritt unterstützt die Stadt St. Ingbert die Forderung, die Transformation der Branche mit wirtschaftlicher Tragfähigkeit, technologischer Offenheit und gesellschaftlicher Akzeptanz zu gestalten.


