Im vevio Hotel & Events in Spiesen-Elversberg sind am 18. November der Saarländische Staatspreis für Design sowie der Architekturpreis des Saarlandes vergeben worden. Beide Auszeichnungen würdigen herausragende Arbeiten in Gestaltung, Innovation und gesellschaftlicher Verantwortung. Das diesjährige Leitthema „Universelles Design“ stellte die Frage nach zugänglicher, inklusiver und zukunftsfähiger Gestaltung in den Mittelpunkt.
Der bewusst gewählte Veranstaltungsort setzte ein klares Signal: Als Inklusionsbetrieb steht das vevio für Barrierefreiheit, Diversität und gesellschaftliche Teilhabe. Auch die Preisverleihung selbst folgte diesen Prinzipien – von der barrierefreien Szenografie bis zu inklusiven Kommunikationsmaßnahmen.
Wirtschaftsminister Jürgen Barke überreichte insgesamt drei Staatspreise und sechs Anerkennungen. Er betonte die Bedeutung von Gestaltung für wirtschaftlichen Erfolg: „Ästhetik spielt eine entscheidende Rolle bei der menschlichen Entscheidungsfindung. Design ist daher ein zentraler Faktor für den Erfolg eines Produkts oder einer Dienstleistung.“ Die Auszeichnungen heben seit 1993 die besondere Kompetenz saarländischer Unternehmen im Produkt-, Kommunikations- und Prozessdesign hervor.
Julia Hartnik, Geschäftsführerin des K8 Instituts für strategische Ästhetik, erläuterte das Thema: „Universelles Design erweitert das ästhetische und funktionale Verständnis von Gestaltung.“ Es gehe darum, wie Design soziale Beziehungen, ökologische Systeme und technische Entwicklungen mitgestalte und damit zu Teilhabe und Nachhaltigkeit beitrage.
Parallel wurde der Architekturpreis des Saarlandes 2025 vergeben, der seit 2017 gemeinsam vom MWIDE und der Architektenkammer des Saarlandes ausgelobt wird. Das Thema „Orte der Arbeit“ stellte die Qualität moderner Arbeitsumgebungen in den Fokus. AKS-Vizepräsident Jens Stahnke betonte: „Der Preis sucht herausragende Orte der Arbeit, die vorbildlich sind, nachhaltig und zukunftsweisend.“ Barke ergänzte, Architektur müsse auf den Wandel von Arbeit und Gesellschaft reagieren und zur nachhaltigen Entwicklung beitragen.
Preisträger Staatspreis Design
- LDZ Wohnzimmer – mobile Kunstinstallation
fugeefilms (Florian Penner-Steinbach, Michael Preßer, Yannis Geid, Mohamad Khan)
Auftraggeber: Landes-Demokratiezentrum Saarland - Wolfland 01
Hezo Sports GmbH (Helen Wiehr)
Anerkennungen Staatspreis Design
- POTCAST – Präventionskampagne Cannabis
Statement GmbH
Auftraggeber: Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit - Erscheinungsbild Creva
Studio Final Final
Auftraggeber: Creva GmbH - faires saarland
Jungen & Thönes
Auftraggeber: Ministerium für Bildung und Kultur Saarland
Preisträger Architekturpreis
- PISB – Polizeiinspektion Saarbrücken Stadt
ARUS GmbH
Bauherr: SHS Strukturholding Saar GmbH
Anerkennungen Architekturpreis
- „Wohnen + Arbeiten“ am Kloster
Planungsgesellschaft Jörg Kühn - Werkfeuerwehr Bosch Homburg
wack+marx-architekten
Auftraggeber: Robert Bosch GmbH - Neubau Innovation Center
RKW Architektur+
Auftraggeber: Universität des Saarlandes
Beide Staatspreise verdeutlichen, dass Gestaltung weit über reine Ästhetik hinausgeht. Sie ist ein Werkzeug gesellschaftlicher Entwicklung und ein entscheidender Baustein für eine nachhaltige Zukunft im Saarland. Verantwortlich für die Konzeption und Umsetzung beider Wettbewerbe ist seit 2017 das K8 Institut für strategische Ästhetik.


