Neunkirchen – Der Traditionsverein Borussia Neunkirchen hat am Montag, den 1. Dezember 2025, einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der Vorstand reichte den Antrag „vorsorglich und fristwahrend“ beim zuständigen Amtsgericht in Sulzbach ein. Als Ursache nennt die Vereinsführung den kurzfristigen Wegfall essenzieller Sponsorengelder.
Die Entscheidung ist eine direkte Konsequenz aus den Entwicklungen der vergangenen Tage. Wie der Vorstand mitteilt, ist durch das Abspringen mehrerer Geldgeber die Finanzierung des Spielbetriebs akut gefährdet. In der offiziellen Erklärung heißt es: „Dadurch ist uns die wirtschaftliche Grundlage für die Weiterführung der Saison 2025/2026 entzogen worden.“
Zukunft der Jugendabteilung im Fokus
Der Schritt zum Amtsgericht hat nicht nur Auswirkungen auf die erste Mannschaft, sondern betrifft den gesamten Verein, der eine zentrale soziale Funktion in der Stadt einnimmt. Aktuell sind knapp 200 Jugendliche sportlich bei der Borussia aktiv. Der Vorstand bedauert die Entwicklung zutiefst, setzt aber auf eine Sanierung. Das erklärte Ziel ist es, „gemeinsam mit dem noch zu bestellenden Insolvenzverwalter nach Lösungen zum Fortbestand der Borussia zu suchen.“
Dank an Fans und Ehrenamt
Trotz der wirtschaftlichen Schieflage betont die Vereinsführung den Wert des Zusammenhalts im Umfeld. Der Vorstand richtete seinen Dank an die Anhänger und Mitarbeiter des Vereins: „Wir möchten uns in dieser schwierigen Situation ausdrücklich bei allen treuen Fans, Mitgliedern, ehrenamtlichen Helfern, Trainern und Spielern bedanken. Euer Einsatz, Eure Leidenschaft und Euer Zusammenhalt sind das Herz unseres Vereins.“
Über das weitere Vorgehen und die nächsten Schritte im Verfahren will Borussia Neunkirchen die Öffentlichkeit zeitnah und transparent informieren.



