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Woran es dem 1. FC Saarbrücken fehlt

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Vergangene Woche beschäftigten wir uns mit der Wahrscheinlichkeit eines Saarbrücker Abstiegs. Rein statistisch wäre dieser zum aktuellen Zeitpunkt keine allzu große Überraschung. Dennoch bleiben dem 1. FC Saarbrücken 16 ausstehende Partien, um am Saisonende über dem Strich zu stehen. Vor dem schicksalsträchtigen Abstiegskracher gegen Erzgebirge Aue betrachten wir, woran es dem FCS in diesem Jahr fehlt und was Blau-Schwarz in den vergangenen Jahren stark machte.

Wir beginnen mit dem Offensichtlichen, der Defensive. Nach 22 Begegnungen stehen bereits 35 Gegentore zu Buche. In den beiden vorherigen Jahren waren es zum aktuellen Zeitpunkt lediglich 22 (24/25) und 24 (23/24). Dem FCS ist seine defensive Stabilität abhanden gekommen, doch woran liegt das?

Bei einer derartigen Steigerung der kassierten Tore wandert der Blick schnell zu Stammkeeper Phillip Menzel. Menzel pariert allerdings 68 Prozent der Schüsse, die auf sein Tor kommen, und weist mit 179 Paraden die zweitmeisten der Liga auf. Lediglich Havelse-Torwart Tom Opitz wurde bis dato öfter gefordert. Diese Bilanz zeigt auf, dass der Grund der vielen Gegentore vielmehr die Unzuverlässigkeit der Abwehr ist als eine schwache Leistung des Torhüters – auch wenn sich Menzels Leistungen im Vergleich zur Vorsaison verschlechtert haben.

1,61 xGA (erwartete Gegentore) verzeichnet der 1. FC Saarbrücken in dieser Saison. Zum Vergleich: In den Vorjahren waren es 1,30 (24/25) und nur 1,12 (23/24). Die Defensive lässt also weitaus mehr Chancen des Gegners zu. Speziell in den letzten Spielen erwies sich das Team von Jürgen Luginger als sehr anfällig nach Kontern und Standardsituationen. Die fehlende Absicherung des Sechserraums war ebenfalls ein großes Thema, da FCS-Fußballgott Manuel Zeitz nicht mehr über die nötige Athletik verfügt, um diese Position abzudecken. Auch die Doppelsechs aus Elijah Krahn und Patrick Sontheimer ließ die Räume vor der Abwehr in der ersten Halbzeit gegen Osnabrück ungesichert, woraus die Ecke zum 0:1 entstand.

Es fehlt dem Spiel der Saarbrücker an Kompaktheit. Genau dieser Aspekt war in den vorherigen Saisons noch eine große Stärke des FCS. So waren die Partien für den neutralen Zuschauer meist schwere Kost, Saarbrücken lag in den meisten Offensiv- und Defensivstatistiken dafür aber weit vorne.

Unter Rüdiger Ziehl vergab das Team stets mit die meisten Großchancen der Liga, ein Unterschiedsspieler à la Florian Pick existierte nicht. In diesem Jahr erzielten Pick und Brünker 18 der 30 Tore, also 60 Prozent. Pick allein ist mit 17 Scorerpunkten an 56,7 Prozent aller Treffer beteiligt. Der letztjährige Topscorer war Kai Brünker mit 12 Scorerpunkten bei 59 erzielten Treffern der Mannschaft. Mit 20,3 Prozent ist der Anteil aller Tore rund dreimal so niedrig wie der Wert in dieser Saison. Der FCS ist also völlig abhängig von einem herausragenden Florian Pick, der sich Woche für Woche aufreibt und dementsprechend im Laufe der Partien an Energie verliert.

In der Saison 2024/25 kamen neben Kai Brünker auch Sebastian Vasiliadis, Kasim Rabihic, Maurice Multhaup und Florian Krüger auf mindestens zehn Tore und Vorlagen. In diesem Jahr werden es nach Pick vermutlich nur Kai Brünker (7) und Tim Civeja (7) schaffen.

In den vergangenen Jahren führte den FCS eine auf Sicherheit basierte Spielidee zum Erfolg, zudem variierten die Torschützen weitaus stärker. Der 1. FC Saarbrücken braucht Punkte. Vielleicht ist das Minimieren der Risiken ein Ansatz, mit dem die Mannschaft in naher Zukunft Erfolge feiern und den drohenden Abstieg verhindern kann.

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