Die Landeshauptstadt Saarbrücken lädt am Donnerstag, 26. Februar, um 17 Uhr zu einer zentralen Gedenkfeier für unbedacht Verstorbene ein. Die Veranstaltung findet in der Neuen Halle auf dem Hauptfriedhof statt und ist öffentlich zugänglich.
Die Feier wird gemeinsam mit dem Bestatterverband Saarland e. V., dem Evangelischen Kirchenkreis Saar-West, dem Pastoralen Raum Saarbrücken, der Saarbrücker Wärmestube sowie der städtischen Musikschule organisiert. Vorgesehen sind Wortbeiträge und musikalische Beiträge. Unter anderem wird Oberbürgermeister Uwe Conradt sprechen. Auch Vertreterinnen und Vertreter des Bestatterverbands, der Wärmestube sowie der Kirchen sind beteiligt.
Im Rahmen der Gedenkfeier werden die Namen der Menschen verlesen, die in den Jahren 2024 und 2025 ortspolizeilich bestattet wurden und für die keine eigene Trauerfeier stattgefunden hat. Insgesamt handelt es sich nach Angaben der Stadt um 26 Verstorbene.
Oberbürgermeister Conradt erklärte im Vorfeld, die Feier solle ein würdiges Erinnern ermöglichen und zugleich ein Zeichen für sozialen Zusammenhalt setzen. Man wolle die Gesellschaft dafür sensibilisieren, auf alleinstehende Menschen zuzugehen und Vereinsamung entgegenzuwirken.
Nach Angaben der Stadt sterben in Saarbrücken monatlich rund 200 Menschen. Während viele im Kreis von Angehörigen, Freundinnen und Freunden verabschiedet werden, gibt es auch Fälle, in denen keine Angehörigen vorhanden sind oder sich niemand um die Organisation der Bestattung kümmern kann. In solchen Situationen veranlasst die Kommune eine sogenannte ortspolizeiliche Bestattung. Die Ausgestaltung dieser schlichten Beisetzungen übernehmen in der Regel Bestatterinnen und Bestatter, teils begleitet von Vertreterinnen und Vertretern von Kirchen oder Religionsgemeinschaften.
Die Stadt verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass 58 Prozent der Saarbrückerinnen und Saarbrücker allein leben. Einpersonenhaushalte seien zwar Ausdruck moderner Lebensformen, könnten jedoch auch mit sozialer Isolation einhergehen. Betroffen seien unter anderem Menschen in prekären Lebenslagen, mit Suchterkrankungen oder psychischen Erkrankungen sowie obdachlose Menschen.
Mit der zentralen Gedenkfeier wolle die Landeshauptstadt an das Leben und die Schicksale dieser Verstorbenen erinnern. Parkmöglichkeiten bestehen am Eingang des Hauptfriedhofs in der Straße „Am Hauptfriedhof“ 21 (ehemals Dr.-Vogeler-Straße).

