Start Politik SPD Altenwald/Schnappach feierte 100jähriges Bestehen

SPD Altenwald/Schnappach feierte 100jähriges Bestehen

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Wilhelm Brinkmann (Mitte) konnte zum Jubiläum viele Mitstreiter begrüßen - darunter Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, Foto: Flora Schröder

Großer Bahnhof für den SPD Ortsverein Altenwald/Schnappach: Am 22. Oktober wurde an historischer Stelle – im Bistro Unterbayern – der hundertste Geburtstag gefeiert. Historisch? Ja! Denn genau hier wurde 1946 nach dem Zweiten Weltkrieg der Ortsverband neubegründet, was damals aufgrund der politischen Situation keine ungefährliche Angelegenheit war.

Das gilt im Übrigen auch für die Anfangsjahre. Denn gegründet wurde der Ortsverein als „sozialdemokratischer Verein für die Saargegend – Bezirk Friedrichsthal“ während des Krieges in der Kaiserzeit, als Schnappach und Altenwald noch die bayrisch-preußische Grenze trennte. Der Bezirksverein umfasste die Orte Altenwald, Bildstock und Friedrichsthal, wobei die Altenwalder überproportional vertreten waren und mit Johann Malter auch den ersten Vorsitzender stellten.

Es war die Zeit, als die Arbeiter die Macht ergriffen. Friedrich Ebert beispielsweise, SPD Vorsitzender und erster Präsident der sogenannten Weimarer Republik, war gelernter Sattler, was für die damalige Zeit eine Unvorstellbarkeit darstellte. Nach der Ernennung von Adolf Hitler zum Reichskanzler wurde die SPD ebenso verfolgt wie die KPD. Zahlreiche Parteiführer wurden verhaftet, andere gingen ins Exil oder in den Untergrund. Im Saarland verzögerte sich diese Situation aufgrund der Verwaltung durch den Völkerbund bis Januar 1935. Dann war auch für viele Altenwalder Sozialdemokraten klar: Sie mussten fliehen! Insbesondere auch deshalb, weil sich viele von Ihnen 1934 für die antifaschistische Großkundgebung in Sulzbach unter dem Bekenntnis „Nie zu Hitler!“ engagiert hatten. Einige von Ihnen zogen von Frankreich aus in den spanischen Bürgerkrieg und bezahlten ihre Treue zu Partei und Demokratie mit dem Leben, darunter Julius Strumm und Reinhard Bohlander.

Nach dem Krieg kam die Neugründung und die schwierige Saarzeit. 1974 erfolgte nach der Kommunalreform bei der Schnappach Sulzbach zugeschlagen wurde, der Zusammenschluss zum SPD Ortsverband Altenwald-Schnappach.

Ein Verband, der sich vor drei Jahren neu aufstellen musste, wie Wilhelm Brinkmann berichtet. Seit dreizehn Jahren ist der gebürtige Mindener (Ostwestfalen) Mitglied im Sulzbacher Ortsverband. Damals wurde alles noch einmal vom Kopf auf die Füße gestellt und herausgekommen ist eine neue Vertretung, die schon allerhand bewirkt hat. So wurde der Wendehammer in der Marienthaler Straße endlich so umgestaltet, dass dort keine Pfützen mehr stehen, wenn man ein Spiel des SV Schnappach besuchen möchte. Und auch das Ortseingangsschild, das von St. Ingbert kommend grüßt, wurde vom Ortsverein mit Hilfe der Fa. Heller Bau geschaffen.

Hinzu kommt eine positive Mitgliederentwicklung, wie sie nun auch während der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag dokumentiert werden konnte. Da wurden vier neue Parteimitglieder präsentiert, was die stellvertretende Parteivorsitzende Anke Rehlinger mit großer Freude registrierte.Schon im vergangenen Jahr waren die Altenwalder für die zweitbeste Mitgliedersteigerung im Saarland von der Partei geehrt worden.

Der Ortsverein SPD Altenwald-Schnappach will sich künftig auch weiter stark einbringen. So befürwortet er die Erhaltung des Kindergartens in Altenwald und setzt sich für den Fortbestand der Imbissbude am Markt ein, die aufgrund des Neubaus des Nettomarkts verschwinden soll.

Für die Kommunal- und Bürgermeisterwahlen 2019 werden in den kommenden Monaten die Weichen gestellt. Wilhelm Brinkmann sieht angesichts der Ergebnis der Bundestagswahl sehr optimistisch in die Zukunft. Zwar dürfte die Wahl eines Kandidaten nicht ganz einfach sein, denn der Vorsitzende des Stadtverbandes, Dieter Heckmann, wird in den Landtag wechseln. Doch: „Unser Kandidat kann ja auch von außerhalb kommen.“ Das wird man sehen. Es bleibt also spannend im traditionsreichen SPD Ortsverband Altenwald-Schnappach.

Ehrungen: 

Wesentlicher Programmpunkt der 100-Jahr-Feier war die 

Ehrung langjähriger Parteimitglieder: 

70 Jahre Günter Meyer

45 Jahre Peter Schneider

40 Jahre Horst Kümmerle

30 Jahre Uwe Daemling, Alexander Jung

15 Jahre Anton Hemmer, Holger Kirsch, Rüdiger Altmeier

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