Start Kultur Saarland Underground Sampler: Musik ist Anwalts Liebling

Saarland Underground Sampler: Musik ist Anwalts Liebling

Gregor Theado verlegt mit einem Team seit 15 Jahren die „Saarland Underground Sampler“. Und auch ansonsten ist der Rechtsanwalt eng mit der saarländischen Musikszene verbandelt.

Er ist Mitte 30, Rechtsanwalt und könnte eigentlich ein ganz entspanntes Leben haben – stattdessen bietet Gregor Theado mit seiner Firma „AMM – Arts Music Media“ saarländischen Musikern und anderen Künstlern ein spannendes Netzwerk, um kreative Ideen auf den Markt zu bringen. Vor 15 Jahren begann alles mit dem „Saarland Underground Sampler“. Am Montagdem 12.08.2019, erscheint die aktuelle Ausgabe.

Gregor, was war damals die Motivation, den Sampler zusammenzustellen?

Bernhard Lorig, Gitarrist der Band „Godslave“, und ich haben festgestellt, dass es unheimlich viele Bands im Saarland gibt, die aber kaum voneinander wissen. Und wir dachten uns, wenn wir in Saarbrücken schon nicht mitbekommen, welche Bands es in St. Ingbert, Saarlouis und Co. noch gibt, dann geht das anderen bestimmt genauso.

Deshalb wollten wir einen Sampler herausbringen, damit sich die Bands präsentieren können, sich untereinander kennenlernen, sich austauschen und Gigs miteinander auf die Beine stellen können.

Daraus ist dann eben diese Sampler-Reihe geworden – ich habe das dann privat, mit meiner damaligen Musikagentur und jetzt eben mit „AMM“ weitergeführt. Seit 2016 gibt es auch einen genre-übergreifenden Sampler aus dem Saarland, der mit in die Erstsemester-Tüten der Uni gepackt wird. Die Verbreitung darüber ist genial, weil 2.500 Exemplare ausgegeben werden und damit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass zumindest mal jemand die CD in die Hand nimmt, den Bandnamen liest und die CD auch anhört.

Mittlerweile hat sich Dein Engagement für die saarländische Kreativszene in Form Deiner eigenen Firma „AMM“ organisiert. Wie würdest Du das Kerngeschäft von „AMM“ beschreiben?

Wir setzen – ganz allgemein gesprochen – Projekte im Bereich der Kreativbranche um. Wir machen vor allem Sachen, die einen gewissen künstlerischen und auch gesellschaftlichen Anspruch haben. Hauptprojekt zur Zeit ist „GemSessions“, unser Schmucklabel: Wir designen aus Musikinstrumenten Schmuckstücke. Also abgespielte Schlagzeugbecken werden bei „GemSessions“ zu Kettenanhängern oder Ohrringen. Wir machen aber auch Projekte, die in eine komplett andere Richtung gehen. Unsere große Idee ist es, das Angebot rund um Workshops und Fortbildungen für Musiker, Künstler und Medienschaffende weiter auszubauen, beispielsweise auch in Form einer Sommer-Akademie. Aber auch die anderen Projekte sollen immer dem Austausch und der Vernetzung dienen.

An welchen Projekten seid Ihr gerade konkret dran?

Neben dem Dauerprojekt „GemSessions“ arbeiten wir am „LeseQuickie“: Das ist ein kostenloses Din A5-Heft mit Leseproben regionaler Autorinnen und Autoren. Dann sind wir gerade auf Sponsorensuche für den „KlangKompass“. Das ist eine Art musikalischer Reiseführer für das Saarland und die Region, in dem die Musikvielfalt unseres Bundeslandes – nach Genres sortiert – präsentiert wird. Er ist vor allem für Menschen gedacht, die neu in der Region sind und sich über Künstler und Locations im Land informieren wollen. Die Kampagne „ONS – aber sicher“ gehört auch zu uns. Der Kurzfilm, beispielsweise auf youtube oder im Kinovorspann vorstellbar, handelt von den Folgen des ungeschützten Geschlechtsverkehrs bei einem One-Night-Stand und wirbt sehr humorvoll für Safer Sex.

Infos zu AMM sind unter www.artsmusicmedia.de zu finden.