In einer Ausnahme-Situation steht Zusammenhalt im Mittelpunkt

Zurzeit herrscht eine ungewohnte Situation, die keiner selbst gewählt hat, an deren neue Regeln wir uns aber unbedingt alle halten müssen: Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen zum Schutz für uns selbst und zum Schutz unserer Mitmenschen.

Damit keiner in dieser Phase alleine bleiben muss, bietet das Amt für Jugend, Senioren und Soziales der Stadt Homburg in diesen Tagen montags bis donnerstags in der der Zeit zwischen 9 und 15 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr das „Miteinander-Telefon“ an. „Wir möchten den Menschen zuhören, mit ihnen im Gespräch bleiben und sie bei der Klärung von Alltagsfragen soweit es geht unterstützen“, erklärt Amtsleiterin Ingrid Braun die Idee.

Die verordnete Einschränkung sozialer Kontakte und Aktivitäten bringt für die einen vielleicht etwas Ruhe in den sonst so hektischen Alltag. Verschnaufen, sich und seine Gedanken sammeln, sich auf Wesentliches konzentrieren, kann gut tun, auch wenn man sich nicht selbst dazu entschlossen hat. Die plötzliche Isolation kann aber auch eine große Herausforderung darstellen, die es zu meistern gilt. Familien sind den ganzen Tag zusammen, Kinder und Jugendliche können nicht in die Kita, zur Schule oder in die Musikschule, es gibt keine Aktivitäten in Sport- oder anderen Vereinen, sie können sich nicht mit ihren Freunden treffen und sich nicht austauschen. Eltern haben plötzlich neben ihren normalen Aufgaben noch die Funktion von Ersatzlehrern. Auch ihre sozialen Kontakte sind eingeschränkt. Das kann zu Spannungen und Belastungen führen. Und dann gibt es noch Menschen, die alleine leben, einsam sind und keine Gesellschaft haben, in der sie ihre Gedanken und Sorgen teilen können. Selbst Orte des lockeren Austauschs, wie Gaststätten, Cafés, Gruppenstunden, Spiel-und Handarbeitskreise oder Senioren-Treffs haben geschlossen.

Für all diese Bürgerinnen und Bürger hat das Amt für Jugend, Senioren, Soziales das „Miteinander-Telefon“ eingerichtet, denn auch am Telefon kann man Gemeinschaft leben, Kontakte pflegen und zusammenstehen.

Die Kontaktdaten des „Miteinander-Telefons“:

Claudia Ohliger, Tel.: 06841/101-114; E-Mail: claudia.ohliger@homburg.de

Ingrid Braun, Tel.: 06841/101-116; E-Mail ingrid.braun@homburg.de