Donnerstag, August 18, 2022
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18. International Jazzwerkstatt in Saarwellingen 

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Tickets erhältlich an der Infotheke des Rathauses Saarwellingen und online bei TicketRegional.

Weitere Infos: www.international.jazzwerkstatt.de

Montag, 8. August, 19:30 Uhr (Geländeeinlass ab 18 Uhr)

Campus Nobel, Werkshalle

Eröffnungskonzert – All in: All-Stars in Concert

Ensembles mit: Gilad Atzmon (sax) – Johannes Müller (sax) – Spiros Rontogiannis (sax) – Carlo Nardozza (tp) – Barbara Bürkle (voc) – Marta Capponi (voc) – Randolph Matthews (voc) – Thilo Wagner (p) – George Kontrafouris (p) – Claus Krisch (p) – Nicolas Meier (g) – John Turville (p) – Ulrich Glassmann (b) – Yaron Stavi (b) – Jim Hart (dr, vib) – Enzo Zirilli (dr)

Im Eröffnungskonzert stellen sich die DozentInnen der International Jazzwerkstatt in unterschiedlichen Formationen mit ihrem musikalischen Können und Schwerpunkten vor. Alle möglichen Jazzstile sind an diesem Abend zu hören – Bebop, Latin, Modern, Swing, von traditionell bis zeitgenössisch: freuen Sie sich auf einen abwechslungsreichen und spannenden Jazzabend.

In diesem Jahr gibt es einen Neuzugang bei unseren DozentInnen – den Trompeter Carlo Nardozza. Ein Wiedersehen mit Randolph Matthews und John Turville gibt es auch. 2021 haben die beiden es coronabedingt nicht nach Saarwellingen geschafft. Giorgos Kontrafouris aus Athen am Flügel und die Sängerin Marta Capponi aus Rom sind in diesem Jahr wieder dabei – sie wurden im letzten Jahr vom Publikum gefeiert! Der zwischen Griechenland und Finnland pendelnde Kontrafouris gilt als einer der bekanntesten, griechischen Jazzmusiker, der weltweit Masterclasses unterrichtet und mit internationalen Stars gearbeitet hat. Die aus Rom kommende Sängerin Marta Capponi überrascht ihr Publikum mit ihrem riesigen, stilistisch sehr unterschiedlichen Repertoire, das sich zwischen Pop, Folk, Latin und Jazzstandards bewegt. Die Kritik überschlägt sich, wenn es um ihre Bühnenpräsenz und ihr Album geht.

Der Einlass auf das Freigelände Campus erfolgt bereits ab 18.00 h, damit Sie in Ruhe vor den Konzerten die leckeren Weine und Spirituosen von Pinard de Picard sowie frisches Essen von Tunis Foodtruck genießen können. Die Konzerthalle wird erst nach dem Soundcheck zum Einlass geöffnet.

Einzelkarte für die Dozentenkonzerte 15,–/ ermäßigt 10,– €

Festivalpass: Alle Konzerte & Bigbandkonzert 60,– / 45,– €

Mittwoch, 10. August, 19:30 Uhr (Geländeeinlass ab 18 Uhr)

Campus Nobel, Werkshalle

„Gilad with strings“ – In memory of Charlie Parker

Gilad Atzmon (sax) – John Turville (p) -Thilo Wagner (p) – Yaron Stavi (b) – Enzo Zirilli (dr) – Corinna Hentschel-Stavi (vl) – Solveigh Röttig (vl) – Johanna Vogler (vl) – Lutz Schindeldecker (clo)

Als Charlie Parker 1949 erstmals mit einem Streicherorchester plus Jazztrio ins Studio ging, befürchteten Kritiker einen “künstlerischen Ausverkauf” des Altsaxophonisten. Sie sollten sich irren: das Album erwies sich nicht nur als kommerzieller Erfolg, sondern erfüllte auch musikalisch höchste Ansprüche. Sein Reiz lag gerade im Kontrast zwischen den arrangierten Passagen für das Streicherorchester und den genialen Improvisationslinien des Saxophonsolisten.

Zusammen mit seinem Jazztrio Turville / Stavi  / Zirilli und einem Streichquartett wandelt  Gilad Atzmon auf den Spuren Parkers und hinterlässt dabei eigene Fußabdrücke. Oder, wie der Musikkritiker Phil Johnson schreibt: „Während die meisten Jazz-Tribute-Projekte staubtrocken sind, gelingt es Gilad Atzmons wunderbarer Beschwörung von Charlie Parkers legendärer Verve-Aufnahme mit Streichern von 1949 irgendwie, Birds merkwürdiges Genie zu vermitteln und genau das zu präsentieren, was als eine der schönsten Musik gilt, die jemals gemacht wurde.“

Gilad Atzmon ist der künstlerische Leiter des Festivals. Er tourt weltweit und liebt es, Genregrenzen zu überschreiten. Mit seiner Collage aus Bebop und nahöstlichen Klängen versucht der Jazzmusiker und Komponist die Grenzen sämtlicher Weltanschauungen zu sprengen.

Fans der International Jazzwerkstatt werden sich auch wieder auf das Zusammenspiel von Atzmon mit Thilo Wagner freuen. Die musikalischen „Battles“ zwischen dem König des Swing, Thilo Wagner, und dem Bebop-Player, Gilad Atzmon, sind legendär.

Einzelkarte für die Dozentenkonzerte 15,–/ ermäßigt 10,– €

Festivalpass: Alle Konzerte & Bigbandkonzert 60,– / 45,– €

Donnerstag, 11. August, 19:30 Uhr (Geländeeinlass ab 18 Uhr)

Campus Nobel, Werkshalle

„Kind of Blue“ – The Music of Miles Davis

Carlo Nardozza (tr) – Johannes Müller (sax) – Barbara Bürkle (voc) – Marta Capponi (voc) – Randolph Matthews (voc) – George Kontrafouris (p) – John Turville (p) – Nicolas Meier (g) – Ulrich Glassmann (b) – Jim Hart (dr, vib) – Enzo Zirilli (dr)

„Ich habe vier oder fünfmal die Musik revolutioniert. Und warum sind Sie hier?“ So stauchte Miles Davis einmal eine weiße Bankiersfrau zusammen, die sich gewundert hatte, warum er beim Bankett des US-Präsidenten eingeladen sei – so zu lesen bei laut.de. 1926 geboren, hat er sich bis zu seinem Tod Anfang der 90er mehrmals neu erfunden sowie neue Richtungen des Jazz kreiert – dem stürmischen Bebop seines Mentors Parker setzte er sein lyrisches Spiel entgegen und erfand den Cool-Jazz, mit seinen Mitmusikern Mitte der 60er den Modalen Jazz, in den späten 60er und frühen 70er emanzipiert sich in seinen Bands die Rhythmusgruppe von ihrer Rolle als Begleiter und beginnt zu improvisieren, in den 70ern, mit Chick Corea und John McLaughlin widmet er sich schließlich dem Rockjazz.

Viel Material für Carlo Nardozza, der in diesem Jahr zum ersten Mal dabei ist und zusammen mit Johannes Müller das Programm für diesen Abend zusammenstellt. Nardozzas Anspruch ist es, wieder mehr glückliche Menschen während und nach Auftritten zu sehen, mehr Lächeln und weniger Nische sowie mehr Offenheit zwischen den Musikstilen. So fordert er in einem Interview „Lass Musik Musik sein und lass sie dich berühren, ohne zu urteilen.“ Johannes Müller ist von Beginn an Teil der International Jazzwerkstatt. „Das Saxophonspiel von Johannes Müller ist für mich der Inbegriff von Eleganz. Er besitzt ein unglaubliches Gespür für Formgebung“, schreibt Peter Kleiss zu seinem Spiel. Nardozza ist die Trompete bei „Johannes Mueller Jazz Mile“, die beiden Musiker arbeiten schon seit Jahren zusammen. Es wird spannend sein zu hören, wo die beiden den Schwerpunkt bei Miles Davis setzen.

Einzelkarte für die Dozentenkonzerte 15,–/ ermäßigt 10,– €

Festivalpass: Alle Konzerte & Bigbandkonzert 60,– / 45,– €

Freitag, 12. August, 19:30 Uhr (Geländeeinlass ab 18 Uhr)

Campus Nobel, Werkshalle

„A Tribute to Billie Holiday“

Barbara Bürkle (voc) – Marta Capponi (voc) – Randolph Matthews (voc) – Tali Atzmon (voc) – Gilad Atzmon (sax) – Johannes Müller (sax) – Carlo Nardozza (tr) – Thilo Wagner (p) – George Kontrafouris (p) – Nicolas Meier (g) – Ulrich Glassmann (b) – Yaron Stavi (b) – Jim Hart (dr)

Billie Holiday musste eine schwierige Kindheit in Armut durchstehen, bevor sie zu der Jazzsängerin der 1930er und 1940er Jahre wurde. Obwohl sie keine musikalische Ausbildung bekommen hatte, besaß sie eine unglaubliche Fähigkeit, Rhythmen, Synkopen und Kadenzen zu „hören“, und entwickelte ihren eigenen, einmaligen improvisatorischen Stil. Durch die hypnotisierende Intensität und Emotionalität ihres Gesangs beeinflusste Holiday die Jazz- und Popmusik auf Jahre hinaus. Die Frau, die sich als Kind für Louis Armstrong und Bessie Smith begeisterte, sang schließlich selbst mit fast allen großen Musikern der Swing-Ära. Frank Sinatra pries Holiday als seinen wichtigsten musikalischen Einfluss.

Das letzte DozentInnenkonzert 2022 ist dieser außergewöhnlichen Sängerin mit der ausdruckstarken Stimme gewidmet. In ihren Liedern und Texten begehrte sie auf gegen die allgegenwärtige Unterdrückung und Diskriminierung von Frauen und vor allem auch „Coloured People“ in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Vier SängerInnen werden sich an diesem Abend mit Billie Holiday beschäftigen. Die vier zeichnet eine sehr unterschiedliche Herangehensweise an das Thema Jazzinterpretation aus. Jede und jeder bringt eine eigene Klangfarbe und Technik mit. Während Randolph Matthews viel mit Loops arbeitet, Barbara Bürkle auch mal einen Titel pfeift, statt ihre warme, klare und berührende Stimme in den Einsatz zu bringen, liebt es Marta Capponi mit Rhythmen zu spielen und Tali Atzmon klingt manchmal ein bisschen wie Nico mit Velvet Underground. Auch wenn der Zugang verschieden ist, so klingt doch bei jeder Interpretation der Musik von Billie Holliday ein Stück weit der Mut, die Wut, die Verzweiflung aber auch der unbändige Wunsch zu Überleben durch.

Einzelkarte für die Dozentenkonzerte 15,–/ ermäßigt 10,– €

Festivalpass: Alle Konzerte & Bigbandkonzert 60,– / 45,– €

Samstag, 13. August, 19:00 Uhr (Geländeeinlass 18 Uhr)

Campus Nobel, Werkshalle

Konzert der Teilnehmercombos

Fast eine Woche lang werden die TeilnehmerInnen der Workshops von ihren DozentInnen unterrichtet. Was sie sich als Combo in diesem Zeitraum erarbeitet haben, zeigen sie an diesem Abend. Die Combos werden jeweils von zwei DozentInnen gecoacht, und es ist immer überraschend, wie vielfältig die Ergebnisse dieser „Arbeitsphase“ sind. Aber noch etwas wird deutlich: die Combos sind das Herzstück der International Jazzwerkstatt, hier begegnen sich die DozentInnen und SchülerInnen, hier will jeder zeigen, was er kann. Es ist schön zu sehen, wie die Freude am Spiel, die Freude an der Musik als Funke auch auf das Publikum überspringt.

Eintritt frei

Sonntag, 14. August, 19:00 Uhr (Geländeeinlass ab 18 Uhr)

Campus Nobel, Werkshalle

Bigband-Meeting

Jailhouse Bigband unter der Leitung von Thomas Graf

SEO – Silent explosion orchestra unter der Leitung von Kevin Naßhan

In diesem Jahr ist der letzte Konzertabend der International Jazzwerkstatt wieder ein Bigband-Meeting mit zwei Bigbands der Region, der „Jailhouse Big Band“ und dem „Silent Explosion Orchestra“.

Eröffnet wird der Abend von der Jailhouse Bigband unter der Leitung von Thomas Graf. Mit ihren rund 20 MusikerInnen hat die Bigband in diesem Jahr wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. So werden sowohl Jazzstandards, Werke aus den Bereichen Funk und Latin, als auch Stücke der neuzeitlichen Bigband-Musik zu hören sein.

Der saarländische Schlagzeuger Kevin Naßhan vereint mit seinem 2014 gegründeten Silent Explosion Orchestra einige der talentiertesten jungen JazzmusikerInnen der südwestdeutschen Musikszene. Die Big Band fühlt sich dabei nicht nur der traditionellen Swingmusik verpflichtet, sondern überschreitet gerne auch die Grenzen zu anderen Genres. Besondere Projekte und Konzerte mit immer wechselnden Themen und Gästen zeigen die Vielseitigkeit der Formation. So konnte das Orchester in seiner noch jungen Bandgeschichte bereits mit namhaften Musikern wie Dusko Goykovich, Christopher Dell, Jörg Achim Keller, Johannes Müller, James Morrison und vielen mehr auftreten. Auch SängerInnen aus den Bereichen Gospel und Chanson sowie verschiedene Tanzensembles standen mit dem Silent Explosion Orchestra auf der Bühne. Nach dem Debüt-Album „Prologue“, welches 2018 veröffentlicht wurde, konnte das Ensemble mit „Portraits of New York City“ 2021 seine zweite CD präsentieren. Für das SEO ist das Gastspiel in Saarwellingen immer wieder ein ganz besonderes Highlight, da dort im Alten Rathaus 2014 das erste öffentliche Konzert der Band stattgefunden hat. Wie in den letzten Jahren werden auch in diesem Jahr wieder einige SolistInnen der Internationalen Jazzwerkstatt als Special Guests mit der Band spielen.

Einzelkarte für das Bigband-Meeting 20,–/ ermäßigt 15,– €

Festivalpass: Alle Konzerte & Bigbandkonzert 60,– / 45,– €

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